Wer erschoss Bär Bruno?

Namen der Bruno-Töter werden wie Staatsgeheimnis gehütet

Als Bär Bruno im Frühsommer 2006 erschossen wurde, war die Empörung im In- und Ausland riesengroß. Tierfreunde demonstrierten gegen den Bärenmord, die bayerische Staatsregierung beeilte sich, die Leiche des Bären an einem geheimen Ort auf Eis legen zu lassen. Auch eineinhalb Jahre später gibt es viele, viele Fragezeichen: Wer hat Bär Bruno erschossen? Warum wurde ein Video gestohlen, auf dem die Bruno-Töter zu sehen waren? Warum werden die Namen der Bruno-Töter bis heute wie ein Staatsgeheimnis gehütet? Der Bär, ein international streng geschütztes Tier, bekam in Bayern keinen Schutz - aber seine Mörder!



»Der Bär starb im Kugelhagel - Geheimakte Bruno« war die große Schlagzeile der BILD-Zeitung Mitte Oktober 2007. Am 25. Juni 2006 wurde Bär Bruno auf der Spitzingalm gesehen. Kaum hatte Skandalminister Schnappauf Bruno zum Abschuss freigegeben, war er auch schon erschossen - angeblich bestand das Abschuss-Kommando des Landratsamts Miesbach aus drei Schützen. Zufällig lichtete ein Münchner Filmemacher die Bruno-Jäger ab. Wenige Tage später wurde unter mysteriösen Umständen in seine Wohnung eingebrochen und die Aufnahmen wurden gestohlen. Niemand traut sich, die Namen der Bruno-Töter preis zu geben. Journalisten, denen die Namen bekannt wurden, schweigen - vor wem haben sie Angst? Wer setzt sie unter Druck?

Welche Rolle spielte der bayerische Landtagsabgeordnete und Jägerpräsident Vocke beim Abschuss des Bären Bruno? Die Süddeutsche Zeitung schrieb am 3.11.2006 über die Klage von Rechtsanwalt Riechwald gegen den Abschuss: »Vor allem der Präsident des Landesjagdverbandes, Vocke, spiele in diesem Zusammenhang eine äußerst unrühmliche Rolle.«


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