... und immer wieder kräht der Hahn

Wenn der Papst mit dem Palmzweig wedelt

Die Welt steckt voller Symbole. Die Frage ist nur: Nehmen wir sie einfach hin? Oder hinterfragen wir sie? Weshalb z.B. ist auf den meisten Kirchtürmen ein Hahn zu sehen? Als Symbol, dass Petrus den Jesus dreimal verleugnet hat. Heißt das, dass die Kirche auch heute noch den Nazarener verleugnet und verrät?



Wir sehen am Palmsonntag Papst Ratzinger einen Palmzweig schwenkend durch Rom ziehen. Ein schönes Symbol? Dasselbe Volk, dass mit Palmen wedeltete, schrie wenige Tage später: »Kreuzigt ihn!« Stimmt also auch der Papst in diesen Chor mit ein? Auf vielfältige Weise kreuzigte und kreuzigt die Institution Kirche den Nazarener: Kriege im Namen Gottes, »ewige Verdammnis«, die Herrschaft einer Priesterkaste, die Jesus nie eingesetzt hat...

Und dann sehen wir den Papst den Segen »urbi et orbi« sprechen. Was kann von dieser Institution und von ihrem obersten Vertreter an Segen für die Menschheit ausgehen? Von einem Menschen, der sich mit Titeln wie »Heiliger Vater« ansprechen lässt, die Jesus ausdrücklich Gott vorbehielt? Der einen Personenkult mit sich treiben lässt, der dem Nazarener ein Gräuel war?

Man muss ja nicht so weit gehen wie Luther, der den Papst einen »Teufel« schimpfte - und alles, was von ihm ausging und ausgeht, als »teuflisch« bezeichnete. Man braucht nicht so weit zu gehen, um vor dieser Institution und ihrem »Segen« ein gesundes Misstrauen zu empfinden. Wenn wir den Zustand der Welt und die vielen Katastrophen sehen, die sich dort ereignen, dann wird man der Welt etwas Besseres wünschen als von einem Religionsmonarchen »betreut« zu werden, der kraft Amtes für sich beansprucht - noch im vorigen Jahrhundert wurde es beim Krönungsritual ausgesprochen -, der »Lenker des Erdkreises« zu sein.

Etwas Besseres? Das gibt es, seit 2000 Jahren. Es ist der Christus Gottes, der in jedem Menschen lebt. Wer zu Ihm findet, der nimmt sein Leben selbst in die Hand. Und hilft der Welt, die um ihn ist.


Martin Luther: »Der Papst ist ein Teufel«

Martin Luther bezeichnete die Päpste als Feinde Gottes, unvernünftige Narren, Statthalter des Teufels.
Der Papst überrage in seiner Verderbtheit die des höllischen Drachen und die ganze Gemeinheit der Helfershelfer des Teufels.
(R. BÄUMER, Martin Luther und der Papst, S. 96) Und wenn der Papst der Teufel ist, dann sind seine Bischöfe und Kardinäle des Teufels Generäle....



»Ich glaube, dass der Papst ein vermummter und leibhaftiger Teufel ist, weil er der Endchrist ist.« (Aus Luthers Schrift »Heerpredigt gegen die Türken«, 1529)

»Denn der Teufel, der ja das Papsttum gestiftet, der redet und wirket alles durch den Papst und den römischen Stuhl. Was man aber dem Teufel glauben soll, als dem Mörder und Vater aller Lügen, soll ja ein Christ wohl wissen (Joh 8).« (Aus Luthers Schrift »Wider das Papsttum vom Teufel gestiftet«, 1545)

»Da hast du den Papst, was er sei und wo er herkomme, nämlich ein Gräuel aller Abgötterei, von allen Teufeln aus dem Grund der Hölle hervorgebracht.« (a.a.O)

»Die teuflische Päpsterei ist das letzt Unglück auf Erden und das näheste, so alle Teufel tun können mit all ihrer Macht. Gott helfe uns, Amen.« (a.a.O)

Alle Zitate aus: Martin Luthers Werke, Weimarer Ausgabe


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