Inquisitionsprozess in Würzburg |
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»Den Sachverhalt verfälscht und das Recht verbogen
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Ein Kirchenkritiker wurde am 14.12.06 vom Amtsgericht Würzburg zu einer Geldstrafe von 2000 Euro verurteilt, weil er auf die antisemitische Vergangenheit der Lutherkirche hingewiesen hatte (siehe DENK MIT Nr. 22). So skandalös dieses Urteil war - noch merkwürdiger waren die Urteilsgründe, mit deren Abfassung sich Amtsrichter Dr. Hubert Stühler sehr viel Zeit ließ. |
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Im Amtsgericht Würzburg Unter reger Beteiligung vor allem ausländischer Medien wurde ein 50-jähriger Kirchenkritiker zu 2.000 Euro Geldstrafe verurteilt, weil er die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern beleidigt haben soll. |
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Offenbar tat er sich schwer, sein Urteil zu begründen. Fünf Wochen, bis zum letzten Tag der gesetzlich vorgeschriebenen Frist, mussten die Prozessbeteiligten darauf warten. Zum Inhalt des Urteils findet der Verteidiger Dr. Christian Sailer deutliche Worte: »In der Hauptverhandlung wurde anhand von zahllosen Zeitungsartikeln nachgewiesen, wie übel die Evangelisch-Lutherische Kirche der Glaubensgemeinschaft des Angeklagten mitgespielt hatte. In der schriftlichen Urteilsbegründung fällt diese Hetze zum größten Teil unter den Tisch. Das Gericht versucht den Eindruck zu erwecken, als habe sich Holzbauer nur gegen einen Artikel der Münchner BILD-Zeitung zur Wehr gesetzt, in dem seine Glaubensgemeinschaft, das Universelle Leben, verleumdet wurde. Dabei war dies nur die Spitze des Eisbergs. Was sich in den Jahren vorher abspielte, wurde in den Urteilsgründen unterschlagen. Nur so war es möglich, die Reaktion Holzbauers auf die kirchlichen Angriffe als unverhältnismäßig und strafbar zu qualifizieren. |
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»Heil Bischof Meiser!« - so begrüßte das Kirchenvolk Landesbischof Hans Meiser. - Landesbischof Meiser predigte Antisemitismus |
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In manchen Passagen ist die Absicht des Amtsrichters, den Angeklagten partout zu verurteilen, sogar für den Laien mit Händen zu greifen. So wird ihm allen Ernstes angelastet, dass er sich über die Rechtmäßigkeit seiner Äußerung vorher bei seinem Anwalt erkundigt hat und dieser ihm sagte, das Flugblatt sei zulässig. Anstatt dem Angeklagten dies zugute zu halten, behauptet das Gericht, dieser Umstand zeige, dass Holzbauer Veranlassung gehabt habe, über die angebliche Rechtswidrigkeit seines Handelns nachzudenken. |
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Merkwürdige Justiz
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Das Buch zum Thema
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Der Schattenwelt neue Kleider |
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Der Schattenwelt neue Kleider - Die Inquisition der Jetztzeit - |
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