16.7.07: Schweres Erdbeben in Japan

JAPAN

Schweres Erdbeben - Alarm im Kernkraftwerk

Durch ein starkes Erdbeben sind in Japan mehrere Menschen ums Leben gekommen, Hunderte wurden verletzt, Häuser, Straßen und Brücken beschädigt, ein Zug kippte aus den Schienen. Betroffen war auch das weltgrößte Atomkraftwerk: Dort brach ein Brand aus.


Tokio - Die Erschütterungen haben im Atomkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa in einem Transformator ein Feuer ausgelöst, das aber gelöscht werden konnte. Nach Angaben von Tokyo Electric Power wurden durch den Brand keine radioaktiven Stoffe freigesetzt. Wann das Kernkraftwerk wieder angefahren wird, blieb unklar. Die vier Reaktoren des Atomkraftwerks schalteten sich während des Bebens der Stärke 6,8 auf der Richter-Skala automatisch ab. Das Epizentrum des Bebens lag in der Nähe des Kraftwerks. In Kashiwazaki-Kariwa befinden sich neben den drei abgeschalteten Generatoren noch vier weitere. Diese sind aber wegen Wartungsarbeiten derzeit ebenfalls stillgelegt.

Mindestens fünf Menschen kamen durch das Erdbeben ums Leben. Das Krankenhaus der Stadt teilte mit, bei den Opfern handele es sich um vier ältere Frauen und einen Mann. Mehr als 550 Menschen seien verletzt worden, berichtete der Fernsehsender NHK. Am stärksten betroffen war die Stadt Kashiwazaki in der Provinz Niigata, in der rund 300 Gebäude, überwiegend ältere Holzhäuser, einstürzten.

(...) Das Erdbeben löste 50 Zentimeter hohe Tsunami-Wellen aus und war fast auf der gesamten Hauptinsel Honshu zu spüren. In der rund 250 Kilometer entfernten Hauptstadt Tokio gerieten Wolkenkratzer ins Schwanken. Die Regierung richtete einen Krisenstab ein. (...)

Quelle: SPIEGEL ONLINE, 16.7.2007 (Auszug)


4.7.07: China: Tornado verwüstet drei Dörfer

Im Osten Chinas hat ein Tornado schwere Zerstörungen angerichtet. Mehrere Menschen kamen ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt. Der Wirbelsturm verwüstete mehr als hundert Häuser in drei Dörfern.

Peking - Offiziellen Angaben zufolge kamen bei dem Unwetter gestern 14 Menschen in der Provinz Anhui ums Leben. 146 Bewohner wurden verletzt. Der Wirbelsturm habe in drei Dörfern mehr als hundert Häuser zerstört, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua heute. Bis Montag waren 18 Provinzen und Großstädte von anderen Naturkatastrophen heimgesucht worden, bei denen mehr als 230 Menschen starben und über 118.000 Gebäude dem Erdboden gleich gemacht wurden.
Das Fernsehen zeigte Bilder mit entwurzelten Bäumen, umgestürzten Strommasten und einen in einen Fluss gedrückten Lastwagen. Der Wetterdienst warnte vor Überschwemmungen in fünf Provinzen, durch die der Fluss Huai fließt. Der Wasserstand habe bereits kritische Höhen erreicht. Auch in anderen Teilen des Landes müsse sich die Bevölkerung auf Hochwasser einstellen.

Quelle: SPIEGEL online, 4.7.2007 (Auszug)

3.7.07: Südasien: Hunderte Tote durch Monsun

Der Monsunregen bringt dieses Jahr besonders viel Leid nach Südasien: In Indien kamen alleine in den vergangen Tagen 44 Menschen durch die Wassermassen ums Leben. In Pakistan verloren eine viertel Million Menschen ihr Zuhause - und die Regenzeit ist noch nicht zu Ende.

Bombay - Die ungewohnt heftigen Niederschläge der diesjährigen Monsun-Zeit haben in Südasien bereits Hunderte Menschen das Leben gekostet. Die indischen Behörden teilten mit, dass allein in den vergangenen Tagen mindestens 44 Menschen infolge von Überschwemmungen starben. Insgesamt seien dieses Jahr bereits mehr als 280 Menschen im Monsun ums Leben gekommen.

In dem stark betroffenen Bundesstaat Gujarat seien innerhalb von zwei Tagen 14 Menschen getötet worden, berichtete die Nachrichtenagentur PTI. Wegen des andauernden Regens hätten rund 7000 Menschen aus tiefer liegenden Regionen in Sicherheit gebracht werden müssen. (...)

Im östlichen Bundesstaat West-Bengalen wurden heute sechs Mitglieder einer Familie getötet, als heftige Regenfluten ihre Hütte südlich der Hauptstadt Kalkutta wegspülten. In der Millionenstadt kam der öffentliche zum Erliegen. Die wichtigsten Straßen waren überflutet, auch der Flughafen musste geschlossen werden. In Bombay im Bundesstaat Maharashtra starben seit dem Wochenende mindestens 19 Menschen - die meisten wurden durch Stromschläge und einstürzende Mauern getötet. (...)

Zyklon macht 250.000 Menschen obdachlos
Hart traf es auch die pakistanischen Küstenprovinzen Belutschistan und Sindh, wo beim Durchzug eines Zyklons vergangene Woche 117 Menschen starben. (...)

Quelle: SPIEGEL online, 3.7.2007 (Auszug)

28.6.07: UN warnt vor Ausbreitung der Wüsten

Ein neuer Bericht der Vereinten Nationen erklärt das Vordringen der Wüsten zur „größten ökologischen Herausforderung unserer Zeit".
Bis zu 50 Millionen Menschen könnten wegen der Veränderungen zu Flüchtlingen werden.


Das Vordringen der Wüsten ist nach Einschätzung der Autoren eines UN-Berichts „die größte ökologische Herausforderung unserer Zeit“. Rund zwei Milliarden Menschen oder ein Drittel der Weltbevölkerung seien potenziell von Desertifikation betroffen, heißt es in dem Bericht der Vereinten Nationen. Die Ausbreitung der Wüsten könne in den kommenden zehn Jahren bis zu 50 Millionen Menschen zu Flüchtlingen machen.
Dieses Problem anzugehen, sei ein entscheidender Faktor bei der Anpassung an das veränderte Klima, sagte Professor Hans van Ginkel von der Universität der Vereinten Nationen. In dem Bericht werden die Regierungen in den von Dürre betroffenen Regionen aufgefordert, die Politik der Landnutzung zu ändern und beispielsweise Überweidung zu stoppen. (...)

Quelle: www.welt.de, 28.06.2007 (Auszug)



26.6.07: Hitze im Süden - Hochwasser in England

Wetterextreme: Hitze im Süden - Hochwasser in England

Athen/London (dpa) - Die Hitze hat den Südosten und Süden Europas weiter fest im Griff. Heiße Winde aus Afrika brachten Temperaturen von bis zu 46 Grad auf die italienische Mittelmeerinsel Sizilien. In Griechenland und Rumänien wurden am Dienstagmittag in vielen Regionen mehr als 40 Grad gemessen.

In Montenegro und Bulgarien lagen die Temperaturen bei weit über 35 Grad. Dutzende Menschen starben an Hitzschlägen; Fabriken und Behörden schickten ihre Mitarbeiter schon am Mittag in den Feierabend. In Großbritannien sorgten indes schwere Hochwasser für Chaos. Mindestens drei Menschen kamen in den Fluten ums Leben.

Seit Beginn der Hitze in Griechenland am vergangenen Freitag sind dort mittlerweile mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Zwei Männer befanden sich am Dienstag nach einem Hitzschlag im kritischen Zustand. «Ihre Körpertemperatur betrug 42 Grad, als sie zu uns ins Krankenhaus gebracht wurden», sagte ein Klinikarzt auf der Insel Kreta im griechischen Rundfunk. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 65 Menschen wegen Hitzschlags in Klinken gebracht.
In den südlichen Landesteilen Griechenlands wurde die Feuerwehr zu rund 65 Waldbränden gerufen. Sie konnte die Feuer aber noch rechtzeitig löschen, berichtete der Rundfunk. Staatliche Stellen schlossen am Dienstag bereits um 12 Uhr ihre Büros. Weil die Klimaanlagen überall auf Hochtouren liefen, drohten vielerorts Stromausfälle.

Fast 30 Tote in Rumänien

In Rumänien ist die Zahl der Todesopfer indes auf knapp 30 gestiegen. Allein am Dienstag starben vier Menschen wegen der Hitze, teilte das Gesundheitsministerium in Bukarest mit. Mit mehr als 40 Grad erreichten die Temperaturen Rekordwerte. Weil keine Abkühlung in Sicht ist, berief Ministerpräsident Calin Popescu-Tariceanu für Mittwoch eine weitere Krisensitzung ein. Dabei soll es vor allem um die Wasserversorgung gehen. In vielen Gebieten sind bereits Brunnen ausgetrocknet, und der Wasserstand ist stark gesunken.

Auch in Italien leiden die Menschen unter der Hitze. In Palermo auf Sizilien lagen selbst die Nachtwerte noch bei rund 37 Grad. In der Fiat-Fabrik im sizilianischen Termini Imerese und in anderen Unternehmen wurden die Mitarbeiter nach Hause geschickt, weil die Arbeit an den heißen Öfen unzumutbar geworden war. In Bulgarien wurde die Arbeitszeit im Straßenbau bis zum Mittag verkürzt. Zudem galt ein Fahrverbot für schwere Lastwagen am Nachmittag, um die von der Hitze aufgeweichten Fahrbahnen nicht zu beschädigen.

Staudamm droht zu brechen

In England und Wales haben unterdessen schwere Hochwasser enormen Schaden angerichtet und mindestens drei Menschen das Leben gekostet. Hunderte Anwohner mussten im mittelenglischen South Yorkshire vor den Fluten fliehen, weil ein Staudamm zu brechen drohte, teilte die Polizei mit. In Sheffield harrten rund 1000 Menschen in Notlagern aus, weil ihre Häuser unter Wasser standen. Andere Bewohner wurden in dramatischen Rettungsaktionen mit Hubschraubern vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht. Andernorts trieben Autos ab, der Zugverkehr wurde lahm gelegt. Versicherer und Wirtschaftsexperten erwarteten insgesamt einen Schaden von mehreren Millionen Euro.

Auch in Deutschland sorgten Blitz und Donner für einiges Chaos und Verletzte. Bei einem heftigen Gewitter wurden in München drei Studentinnen vom Blitz getroffen und erheblich verletzt. Sie hatten unter einer Kastanie Schutz vor dem Regen gesucht, als der Blitz einschlug. Am Frankfurter Flughafen beeinträchtigten heftiger Regen und Sturmböen den Luftverkehr am Dienstagmorgen. Flüge seien ausgefallen und es habe zahlreiche Verspätungen gegeben, teilte ein Flughafensprecher mit. Eine genaue Zahl nannte der Flughafenbetreiber Fraport zunächst nicht.

26.6.07: Tote bei Unwettern in Europa

Tote bei Unwetter in Großbritannien und Hitze in Südeuropa

von AFP
Bei heftigen Regenfällen in Großbritannien und einer Hitzewelle in Südeuropa sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Im Zentrum Englands starben drei Menschen, nachdem heftige Niederschläge für Überflutungen gesorgt hatten. Bei Stürmen in Russland kamen vier Menschen ums Leben. In Griechenland und Zypern starben drei Senioren an einem Hitzschlag. In Süditalien, wo wegen der anhaltenden Hitze rund 25 Brände wüteten, starb ein 62-Jähriger nach einem Strandbesuch. Wegen eines verheerenden Waldbrands im US-Bundesstaat Kalifornien mussten am Lake Tahoe rund 1000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. (...)

In Russland kamen bei Stürmen vier Menschen ums Leben. Im Süden Europas litten die Menschen hingegen unter einer Hitzewelle. Einen tödlichen Hitzschlag bei Temperaturen um 40 Grad erlitten in Griechenland eine 84-Jährige und ein 76-Jähriger, auf Zypern eine 72-jährige Frau. Auch in vielen Teilen Rumäniens erreichten die Temperaturen mehr als 40 Grad.

In Süditalien bekämpfte die Feuerwehr rund 25 Brände zum Teil mit Hubschraubern. Neben Kalabrien und der Ferieninsel Sardinien war Sizilien mit zehn Bränden in der Region von Palermo und im Osten besonders betroffen.

Im US-Bundesstaat Kalifornien wurden rund 1000 Menschen vor einem Waldbrand am Lake Tahoe in Sicherheit gebracht, teilten die Behörden mit. Die Flammen zerstörten demnach rund 200 Häuser und gut 1000 Hektar Land. In der Region wurde der Ausnahmezustand verhängt. Die Behörden vermuten, dass der Brand von Menschen verursacht wurde.

26.6.07: Hunderte fliehen vor Fluten in England

London (dpa) - In Großbritannien haben sich hunderte Menschen vor einem Hochwasser in Sicherheit gebracht. In South Yorkshire droht ein Damm zu brechen, mehr als 250 Bewohner verschiedener Orte mussten ihre Häuser verlassen. Das teilte die Polizei am Morgen mit. Drei Menschen waren bei den Überschwemmungen ums Leben gekommen, zwei davon in Sheffield. Dort harren 1000 Menschen in Notlagern aus. In Teilen von England und Wales gilt auch heute noch die höchste Hochwasserwarnstufe.

7.6.07: Schwerer Zyklon über Oman

Schlimmster Zyklon seit Jahrzehnten fegt über Oman und Iran

Beim schlimmsten Wirbelsturm seit Jahrzehnten sind in Oman und dem südlichen Iran mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. In den südiranischen Provinzen Hormusgan und Sistan-Balutschestan brachten sich zehntausende Menschen in Sicherheit, weil sie weiteren Sturm und Hochwasser fürchteten. Der Zyklon "Gonu" war am Vorabend über die Südküste des Iran hinweggefegt und hatte für heftigen Regen gesorgt. Dadurch trat der Fluss Bandar-e-Dschask in der Provinz Hormusgan über die Ufer. Die Fluten rissen einen Lastwagen um, und drei Insassen starben. Im Sultanat Oman kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben.

In den südiranischen Provinzen ließen die Behörden die Küstengebiete räumen; mehr als 40.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. "Wir rechnen mit einer zweiten Welle in den kommenden Stunden", sagte der Leiter des Katastrophenschutzamtes von Hormusgan, Jassir Hasbaw, im Fernsehen. "Es hat schon angefangen zu regnen." Diesmal könne es noch schlimmer werden. Die Krankenhäuser waren in Alarmbereitschaft. (...)

Der Sturm in Tschabahar und Konarak, die etwa hundert Kilometer von der pakistanischen Grenze entfernt sind, war nach Angaben der staatlichen iranischen Medien so stark wie seit dreißig Jahren nicht. Das Hochwasser steige bei dem heftigen Regen weiter an.

Quelle: AFP (Auszug)


3.6.07: Schweres Erdbeben in China

SÜDCHINA

Schweres Erdbeben fordert mehrere Menschenleben

Bei einem schweren Erdbeben im Südwesten Chinas sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, mehrere Hundert wurden verletzt. Das Beben gehört zu den stärksten, die in den vergangenen zehn Jahren in der Region Yunnan gemessen wurden.

Peking - Der Erdstoß der Stärke 6,4 erschütterte am frühen Morgen den Bezirk Ning'er in der Provinz Yunnan, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Danach wurden noch mehr als 230 Nachbeben gezählt. 120.000 Einwohner seien in Sicherheit gebracht worden, teilte das Amt für Seismologie mit. (...)
15 Menschen wurden Xinhua zufolge schwer verletzt, insgesamt 290 Menschen sollen leichte Verletzungen davongetragen haben. In den Dörfern der Region und in der Stadt Pu'er stürzten zahlreiche Häuser ein. Das Telefonnetz brach zusammen. Auch in der Wasser- und Stromversorgung kam es zu Störungen. Das Beben war in einem Umkreis von 300 Kilometer zu spüren. (...)

Quelle: SPIEGEL ONLINE, 03.06.2007 (Auszug)


19.5.07: Panik an Indonesiens Küsten

Panik nach Monsterwellen an Indonesiens Küsten

Jakarta (dpa) - Meterhohe Wellen haben an der indonesischen Südküste mehrere hundert Hütten und Fischerboote zerstört und Panik unter Einwohnern ausgelöst. Die Wellen krachten am Freitag ohne Vorwarnung plötzlich an die Strände. Tausende Menschen rannten in Erinnerung an den verheerenden Tsunami Weihnachten 2004 um ihr Leben.

Auf der Ferieninsel Bali, wo jedes Jahr tausende deutsche Urlauber übernachten, verhängten mehrere strandnahe Hotels Badeverbot. Die Ursache der plötzlich rauen See war am Samstag noch unklar. Menschen kamen nach ersten Berichten nicht zu Schaden.
«Am Nachmittag erhob sich das Meer plötzlich», sagte Ayu, eine Empfangsdame des Ramada-Hotels am Strand von Kuta auf Bali, der Deutschen Presse-Agentur dpa am Samstag. «Wir haben unsere Gäste gewarnt und aufgefordert den Strand zu verlassen. Es ist nichts passiert. Heute ist alles ruhig wie zuvor.»

Das Meer war von Banda Aceh im Norden Sumatras entlang der mehr als 2000 Kilometer langen Küste bis nach Bali aufgewühlt. In der Provinz Aceh, wo durch den Tsunami vor gut zwei Jahren 170 000 Menschen ums Leben kamen, brach Panik aus, ebenso an den Küsten Javas. Dort waren im vergangenen Sommer 600 Menschen durch einen Tsunami ums Leben gekommen. Fischerfamilien, die in Strandnähe leben, rannten auf höher gelegene Gebiete landeinwärts. Hunderte verbrachten die Nacht in Notunterkünften. Zahlreiche Hütten in Strandnähe wurden fortgerissen, berichtete der Onlinedienst Detik.com. Fischerboote wurden an Land geschleudert und zerbarsten.
Der Grund für die ungewöhnlich hohen Wellen war unklar. Ein Sprecher der Meteorologiebehörde sagte, die Konstellation von Sonne und Mond sei verantwortlich. Nach Angaben des Wetterdienstes bliesen ungewöhnlich starke Winde über den Indischen Ozean.

Nach Überzeugung des Desasterwarnzentrums von Thailand müssen die Asiaten sich auf eine Serie von Beben einstellen. Seit dem Tsunami 2004 seien an den Gräben zwischen tektonischen Platten in der Region verstärkte Aktivitäten festgestellt worden. Der Direktor des Zentrums, Smith Dharmmasaroj, hatte Jahre vor dem Tsunami vor einem solchen Desaster gewarnt.

14.5.07: Tornados in NRW

TEMPERATURUNTERSCHIEDE

Tornados wirbeln durch Nordrhein-Westfalen

Zwei Tornados haben gestern Abend in Nordrhein- Westfalen mehrere Dörfer verwüstet. Einer raste mit Geschwindigkeiten von weit über 200 Stundenkilometern durch die Eifel. In Rumänien dagegen gab es die ersten drei Hitze-Toten.
Im Dorf Kall-Sistig in der Eifel wurden nach Angaben der Feuerwehr mehrere Hausdächer abgedeckt und Dachkonstruktionen beschädigt. In einer Schreinerei wurde der komplette Dachaufbau weggefegt. Autofahrer wurden von umfallenden Bäumen blockiert. Auch in Bedburg-Hau am Niederrhein entstanden beim Durchzug eines Tornados Schäden von etwa 40.000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Quelle: SPIEGEL online, 14.5.2007 (Auszug)

14.5.07: Erdbeben erschüttern Neuseeland

Wellington (AP) Neuseeland ist binnen sechs Stunden von drei Erdbeben erschüttert worden. Der erste Erdstoß in der Nacht zum Montag hatte nach Angaben des geologischen Instituts GNS Science eine Stärke von 5,4 auf der Moment-Magnitude. Er ereignete sich ebenso wie rund vier Stunden später der zweite mit einer Stärke von 4,1 auf der Südinsel. Das dritte Beben hatte den Angaben zufolge die Stärke von 4,2 und erschütterte die Nordinsel. Berichte über Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor.

13.5.07: Unwetter im Indischen Ozean

Monsterwelle versenkt Fischerboot

Ein heftiges Unwetter mit bis zu elf Meter hohen Wellen hat auf der französischen Insel La Réunion schwere Schäden angerichtet. Die Bewohner wurden von den Riesenwellen überrascht. Der Seegang riss ein Fischerboot entzwei, Deiche wurden überflutet und Gebäude beschädigt.

(...) Viele Bewohner wurden von dem Wellengang überrascht. Deiche wurden überflutet, Boote beschädigt und einige Gebäude überschwemmt. Bei Saint-Leu gab es drei Verletzte, als eine Welle eine Picknick-Gesellschaft am Strand erreichte.
Heute erreichten die Wellen noch immer Höhen von acht Metern. Die Präfektur teilte mit, es handele sich um ein im Winter bisweilen auftretendes Phänomen, das von einem Sturm im Süden des Indischen Ozeans verursacht werde. La Réunion war erst im Februar von einem Wirbelsturm heimgesucht worden. Morgen Abend könnte der Seegang erneut gefährlich hoch werden.

Quelle: SPIEGEL online, 13.5.2007 (Auszug)


12.5.07: Viele Tote nach Sturm in Indien

UNWETTERKATASTROPHE

Viele Tote nach Sturm in Nordindien

Ein schweres Unwetter hat in Indien mehr als 31 Tote gefordert. Allein in der am stärksten betroffenen Provinz Uttar Pradesh wurden neun Menschen von herabfallenden Bäumen getötet. In der Hauptstadt Neu Delhi brach wegen der Wassermassen der Verkehr zusammen.

Lucknow - Mindestens 31 Menschen sind in Nordindien durch einen schweren Sturm ums Leben gekommen. Darüber hinaus habe es etliche Verletzte gegeben, teilten die regionalen Behörden am Samstag mit. Der Sturm sei am späten Freitagabend mit Hagel und Regen über die nördlichen Landesteile hinweggefegt.
Zu den Todesfällen sei es in der von dem Sturm am stärksten betroffenen Provinz Uttar Pradesh gekommen. Allein neun Menschen wurden den Angaben zufolge von herabfallenden Bäumen erschlagen. Drei weitere wurden durch einschlagende Blitze getötet, vier andere durch den Zusammenbruch ihrer Häuser. Teile der Hauptstadt Neu Delhi wurden vom Regen überschwemmt und der Verkehr zum Erliegen gebracht.

Quelle: SPIEGEL online, 12.05.2007

28.4.07: Erdbeben in Südengland

WACKELNDE SCHORNSTEINE

Erdbeben schüttelt Südengland durch

Ein Erdbeben hat am Samstagmorgen den Süden Englands erschüttert und die örtliche Bevölkerung in Panik versetzt. Es gab Sachschäden - Menschen wurden ersten Berichten zufolge aber nicht verletzt. Der Strom fiel aus und Schornsteine stürzten ein.
Dem Seismologischen Institut für Europa und den Mittelmeerraum in Paris zufolge hatte das Beben eine Stärke von 5,0 auf der Richter-Skala. Das Epizentrum lag demnach 30 Kilometer westlich von Dover. Ein britischer Wissenschaftler sagte der BBC dagegen, das Epizentrum habe etwa 12 Kilometer südlich von Dover im englischen Kanal gelegen. Zunächst hatte es deshalb die Sorge gegeben, der Kanaltunnel könnte von dem Beben betroffen sein. (...)

Quelle: SPIEGEL online, 28.4.2007 (Auszug)

28.4.07: Der erste See in Bayern vertrocknet

Bayern: Der erste See vertrocknet

Hitze, Dürre, Wassermangel - und das im April. In Bayern ist der erste See ausgetrocknet.

Der Wildensee zu Füßen des Kranzberges war ein Bergidyll auf 1.136 Metern Höhe, das Tausende von Wandern jedes Jahr anzog. Im April spiegelte sich im Wildensee noch vor einem Jahr die Gipfel des Karwendelgebirges.

Wer aber Ende April 2007 den See besucht, findet nur noch ein Kiesloch mit einer kleinen Pfütze in der Mitte. Und diese Pfütze wird von Tag zu Tag kleiner. Der See ist so gut wie ausgetrocknet. Es gab im letzten Winter kaum Schnee und damit fehlt der Zufluss zum See.

Der Wildensee ist nicht der einzige, er ist nur der erste See, der verschwindet. Auch die großen Seen werden jetzt kleiner. Der Chiemsee misst noch einen halben Meter Wasser. Vor einem Jahr war es dreimal so viel. Auch Bäche trocknen aus. Das gefährdet die Wasserkraft in Bayern.

Problematisch könnte es nach 2006 auch 2007 mit der Atomkraft werden. Der bayerische Umweltminister Werner Schnappauf hat E.on als Betreiber des Atomkraftwerkes Isar I aufgefordert, eine von der Isar unabhängige Kühlverrichtung zu installieren. Wenn das Wasser der Isar auf über 25 Grad steigt, darf nur noch wenig Wärme an den Fluss abgegeben werden. Das Atomkraftwerk müsste im Extremfall vom Netz.

Quelle:
Franz Alt 2007

24.4.07: Wetter - Fieberkurve steigt

JAHRHUNDERT-FIEBERKURVE

Deutschlands heißer Thermometer-Trend

Fast ein Grad wärmer als zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die ersten Jahre des neuen Milleniums in Deutschland, Hitze-Rekordjahre häufen sich. Meteorologen zeigen an der Entwicklung von Temperaturen und Niederschlägen, was uns der Klimawandel in Zukunft bringen könnte.
Berlin - Deutschland ist mitten drin in der Erwärmung: Die ersten sechs Jahre dieses Jahrhunderts lagen stets über dem langjährigen Temperaturdurchschnitt. Damit setzt sich der Trend der neunziger Jahre fort, die bereits überdurchschnittlich warm waren. Das geht aus der Statistik des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor, die heute in Berlin vorgestellt wurde.

Quelle: SPIEGEL online, 24.4.07 (Auszug)

21.4.07: Starkes Erdbeben in Chile

Starkes Erdbeben im Süden Chiles

Santiago (AP) Ein starkes Erdbeben hat am Samstag den Süden Chiles erschüttert, der in den vergangenen drei Monaten schon hunderte von kleinen Erdstößen erlebt hatte. Die Behörden vermuteten, dass ein unterseeischer Vulkan ausgebrochen sein könnte. Berichte über Opfer in dem dünn besiedelten Gebiet lagen nicht vor. Das Beben der Stärke 6,2 ereignete sich um 13.53 Uhr (Ortszeit, 19.53 Uhr MESZ) im Aysen-Fjord, rund 2.500 Kilometer südlich von Santiago. In den am nächsten gelegenen Städten Puerto Chacabuco und Puerto Aysen fiel kurz der Strom aus.

20.4.07: Dramatische Dürre in Australien

Australiens Premier stimmt Farmer auf staubiges Desaster ein

Ein letzter Aufschub trennt die Kornkammer Australiens vom Austrocknen: Fällt nicht bald Regen, will die Regierung den Landwirten die künstliche Bewässerung verbieten - bis mindestens nächsten Mai. Für viele Farmer wäre das der Ruin. Premierminister Howard empfiehlt: hoffen und beten.
"Es ist eine grauenvolle Situation, und es macht keinen Sinn, Australien etwas anderes vorzumachen", sagte Premierminister John Howard. "Wir müssen alle hoffen und beten, dass Regen kommt." Doch Hoffen und Beten dürften dem dürregeplagten Kontinent kaum helfen. Seit 2002 leidet Australien unter einer Trockenheit, die als schlimmste seit Menschengedenken bezeichnet wird. (...)

"Potentiell vernichtende" Folgen
"Das passiert eher einmal im Jahrtausend als einmal im Jahrhundert", hatte David Dreverman von der Murray-Darling-Flusskommission schon im November gesagt. Die beiden etwa 1000 Kilometer langen Flüsse sind inzwischen nicht viel mehr als matschige Rinnsale.

Quelle: SPIEGEL online, 20.4.2007 (Auszug)

20.4.07: Tsunmai-Warnung für japanische Insel

Tokio (AP) Nach einem Erdbeben der Stärke 6,7 haben die japanischen Behörden eine Tsunami-Warnung für die südwestjapanische Insel Miyakojima herausgegeben. Das teilte die Meteorologische Behörde in Tokio am Freitag mit.

17.4.07: China - Schwere Zerstörungen durch Sturm

Sturm und riesige Hagelkörner richten Zerstörungen in China an

Ein heftiges Unwetter mit Sturm und Hagel hat im Südwesten Chinas zu schweren Zerstörungen und Massenevakuierungen geführt. Wie die staatlichen Medien am Dienstag berichteten, wurden insgesamt 27 Bezirke der Provinz Sichuan am Wochenende von münzgroßen Hagelkörnern und schweren Sturmböen verwüstet. Mehr als 120.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, meldete die Zeitung "China Daily" unter Berufung auf einen Sprecher des Katastrophenschutzes. 165.000 Häuser und 38.000 Hektar Agrarland seien beschädigt worden. Der Schaden belaufe sich auf rund 380 Millionen Yuan (rund 37 Millionen Euro).

16.4.07: Nordamerika - Chaos durch Stürme

Frühjahrsstürme mit schweren Schnee- und Regenfällen haben im Osten der USA und Kanadas Chaos verursacht. Bei Montreal in Kanada verunglückten drei Menschen auf eisglatter Fahrbahn tödlich, elf weitere wurden verletzt. In Zehntausenden kanadischen Haushalten fiel der Strom aus. Zahlreiche Flüge wurden abgesagt. Der Sturm peitschte den Atlantik auf und sorgte in einigen Regionen für Überschwemmungen. Die Behörden des US-Bundesstaates New Jersey riefen den Notstand aus und rieten den Bewohnern, daheim zu bleiben.


13.4.07: Erdbeben in Mexiko

Naturkatastrophen: Panik nach Erdbeben in Mexiko

Ein starkes Erdbeben der Stärke 6,3 hat zehntausende Mexikaner in Angst und Schrecken versetzt. Über Opfer oder größere Schäden wurde zunächst nichts bekannt.

Mexiko-Stadt - An der Pazifikküste und auch in der Hauptstadt Mexiko-Stadt wurden die Menschen kurz nach Mitternacht aus dem Schlaf geschreckt und liefen in Panik auf die Straßen. Vereinzelt fiel der Strom aus, Telefonleitungen wurden unterbrochen, und der Autoverkehr kam zum Erliegen, weil Menschen auf die Fahrbahnen geflüchtet waren.
"Es war ganz unglaublich, was ich spürte. Ich war im zehnten Stock. Es lag ein Donnern in der Luft, die Lampen schaukelten hin und her, und ich hörte Fensterscheiben zersplittern", zitierte die Zeitung "La Crónica" eine Touristin in dem Pazifik-Badeort Acapulco.

Quelle: ZEIT online, 13.4.2007 (Auszug)

10.4.07: Erdbeben in Griechenland

Athen (AP) Eine Serie von mehreren Erdbeben in rascher Folge hat am Dienstag Zentralgriechenland erschüttert. Das Geodynamische Institut in Athen ermittelte Werte zwischen 4,7 und 5,4. In den Städten Agrinion und Messolongi liefen besorgte Bewohner auf die Straße. An einigen älteren Gebäuden entstanden Risse. Das Epizentrum der Erdstöße lag 215 Kilometer westnordwestlich von Athen. Auch auf den Ionischen Inseln Zakynthos und Kephallonia waren die Erschütterungen zu spüren. Kephallonia war erst im März von einem heftigen Beben der Stärke 5,9 erschüttert worden.

7.4.07: Erdbeben auf den Azoren

Lissabon (AP) Ein Erdbeben der Stärke 5,5 hat am Samstag die Azoren erschüttert. Der Erdstoß hatte am Morgen sein Epizentrum 25 Kilometer südöstlich der unbewohnten Inselgruppe Formigas und war auf den Inseln Sao Miguel, Santa Maria und Terceira zu spüren. Der Zivilschutz erklärte, es gebe keine Berichte über Verletzte oder Schäden. Bereits am Donnerstag war in dem Gebiet ein Erdbeben der Stärke 6,0 registriert worden. Seitdem kam es zu mehreren kleineren Nachbeben. Auf den zu Portugal gehörenden Azoren im Atlantik leben knapp 240.000 Menschen. Beim letzten großen Erdbeben starben 1998 zehn Menschen.

4.4.07: Zweites Erdbeben auf den Salomonen

ZWEI TAGE NACH TSUNAMI

Weiteres Erdbeben auf den Salomonen

Zwei Tage nach dem schweren Tsunami auf den Salomonen-Inseln im Südpazifik ist die Befürchtung von Experten wahr geworden: Erneut hat ein Erdbeben die Region erschüttert. Die Zahl der Toten vom Montag ist inzwischen auf 25 gestiegen.

(...) Die Erde bebte Fachleuten zufolge noch in einer weiteren Region im Südpazifik: Am Morgen habe ein Beben der Stärke 6,3 auf der Richterskala die Loyalty Inseln erschüttert.

Quelle: SPIEGEL online, 4.04.2007 (Auszug)


3.4.07: Schweres Erdbeben am Hindukusch

AFGHANISTAN

Schweres Erdbeben erschüttert Hindukusch-Region

Ein heftiges Erdbeben der Stärke 6,2 hat heute morgen die Hindukusch-Region zwischen Pakistan und Afghanistan erschüttert. Auch in den Nachbarländern Indien und Tadschikistan war das Beben zu spüren.
Kabul - Der Schwerpunkt des Bebens habe rund dreihundert Kilometer nördlich von der nordwest-pakistanischen Stadt Peschawar gelegen, teilten die Behörden in Islamabad mit. Die Erdstöße seien kurz nach 5.00 Uhr MESZ registriert worden. Im rund 260 Kilometer entfernten Kabul seien Hunderte von Menschen aus ihren Häusern geflüchtet.
(...)

Quelle: SPIEGEL online, 3.4.07 (Auszug)

3.4.07: Notstand auf den Salomonen

Nach dem Tsunami im Südpazifik

Notstand auf den Salomonen-Inseln

Am Tag nach dem Tsunami auf den Salomonen-Inseln wird das Ausmaß der Zerstörung langsam sichtbar. Allein auf der Insel Gizo sind nach offiziellen Angaben mindestens 5000 Menschen obdachlos. Die Zahl der Toten wird aktuell mit 22 angegeben. Es wird erwartet, dass beide Zahlen noch steigen, denn viele abgelegene Inseln wurden von den Helfern noch gar nicht erreicht.

Nach dem Tsunami, der am Montag weite Teile der Salomonen-Inseln zerstört hat, kommen die Rettungs- und Aufräumarbeiten nur langsam voran. Allein auf der Insel Gizo sind nach offziellen Angaben mindestens 5000 Menschen obdachlos, nachdem ganze Dörfer von der Tsunami-Welle weggespült wurden. Ministerpräsident Manasseh Sogavare rief den nationalen Notstand aus.
Die Bewohner von Gizo benötigten dringend Hilfe, u.a. Lebensmittel, Trinkwasser und Zelte, sagte der Premierminister der Provinz, Alex Lokopio: "Wenn in den nächsten drei, vier Tagen keine Hilfe aus Honiara, der Hauptstadt der Inselgruppe, kommt oder aus dem Ausland, dann sitzen die Leute dort Tag und Nacht im Freien unter den Palmen."

Unterdessen ist die Zahl der Toten weiter angestiegen.

2.4.07: Eperten warnen vor weiteren Beben

SALOMONEN-INSELN

Experten warnen vor weiteren Beben

Leichen treiben im Meer, ganze Dörfer wurden überschwemmt: Auf den Salomonen-Inseln im Südpazifik kamen bei einem Tsunami mindestens 15 Menschen ums Leben. Experten befürchten weitere Beben in den nächsten Wochen.

2.4.07: Tsunami verwüstet Salomonen


URL: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,475137,00.html

TOTE UND VERMISSTE

Tsunami verwüstet Salomonen-Inseln

Eine zehn Meter hohe Flutwelle hat auf den Salomonen-Inseln im Süd-Pazifik schwere Schäden angerichtet: Menschen wurden ins Meer gerissen, viele Häuser zerstört. Im Wasser treibende Leichen können wegen der anhaltend hohen Wellen nicht geborgen werden.

Die auf die Erdstöße folgende Flutwelle drang bis zu 200 Meter ins Landesinnere ein. (...)

"Dies sind schwere Zeiten für unsere Nation", sagte Premierminister Manasseh Sogavare in einer Fernsehansprache. "Ich fordere alle Behörden auf, die Hilfe für die Menschen zur höchsten Priorität zu machen." Insgesamt wird die Zahl der Toten momentan mit zwölf angegeben.
Die Lage auf Hunderten vor Gizo liegenden Inseln war nach diesen Angaben noch völlig unüberschaubar. Dort gibt es zahlreiche Fischerdörfer; viele Familien leben direkt am Strand. "Es gibt Vermisste, und wir sehen Leichen im Wasser treiben", sagte Krankenhausmitarbeiter Ian Maneatu Laska aus Gizo. Helfer konnten sie wegen der anhaltend hohen Wellen nicht bergen. (...)

In der Katastrophenregion ist die Lage unübersichtlich: Vor allem die westlichen Inseln seien nur sehr schwer zu erreichen, sagte Regierungssprecher Maesulia. Es seien jedoch Teams entsendet worden, um die Lage zu erkunden. Nach Angaben des Katastrophenschutzdienstes wurden 60 Gebäude zerstört, Tausende Inselbewohner waren vorübergehend obdachlos. Auch für andere Anrainer des Ozeans wie Indonesien und Australien war eine Warnung vor einer Flutwelle ausgegeben worden, die inzwischen jedoch wieder aufgehoben wurde. Die australischen Behörden sperrten vorsorglich alle Strände an der Ostküste. Fährverbindungen wurden eingestellt. (...)
I"Es war wie eine extrem hohe Flut. Wir hatten keine riesige aufschlagende Welle", sagte Danny Kennedy der Nachrichtenagentur Reuters. Kennedy besitzt einen Tauchladen auf Gizo und ist dort Lokalpolitiker. "Das Wasser stieg um rund vier bis fünf Meter über dem Meeresniveau, strömte in die Ortschaften und überschwemmte alles", sagte er.
Große Boote seien aufs Land gespült worden und lägen auf den Straßen. Viele auf Stelzen gebaute Häuser lägen auf dem Boden. "Mehrere Küstensiedlungen wurden ganz ausgelöscht", sagte Kennedy. Auch ein Krankenhaus sei zerstört worden. Die Patienten seien aber in ein höher gelegenes Haus in Sicherheit gebracht worden. "Jeder ist ein bisschen in Panik, weil alle sagen, es komme noch eine weitere, 50 Meter hohe Welle", berichtete er kurz nach dem Tsunami. (...)

Nach Angaben des US-Geological Survey gab es mindestens zwei Beben, eines der Stärke 8,0 und eines der Stärke 6,7. Die Epizentren hätten in etwa zehn Kilometer Tiefe gelegen. Die australische Regierung teilte mit, eine drei Meter hohe Welle sei auf der zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel Bougainville an Land getroffen.

Quelle: SPIEGEL ONLINE, 02. April 2007 (Auszug)


30.3.07: Tornados in den USA

Vier Tote durch Tornados in den USA

(AP) Ein Frühjahrsturm hat in den USA zu mehreren Tornados geführt, die in drei verschiedenen Staaten mindestens vier Menschen das Leben gekostet haben. Schwere Schäden gab es unter anderem in der Ortschaft Holly, 380 Kilometer südlich von Denver in Colorado. Dort wurde eine Frau durch einen 400 bis 800 Meter breiten Wirbelsturm in einen Baum geschleudert und erlitt tödlich Verletzungen. In Oklahoma kam ein Paar ums Leben, dessen Haus durch einen Wirbelsturm in Stücke gerissen wurde. Aus den Staaten Oklahoma, Texas, Kansas, Colorado und Nebraska wurden am Mittwochabend insgesamt 65 Tornados gemeldet. Am Donnerstagmorgen reichte das Sturmsystem von South Dakota bis nach Texas. Ein letztes Aufbäumen zeigte der Winter in Wyoming, wo es zu hohen Schneeverwehungen kam. In den Wind-River-Bergen fiel rund 1,50 Meter Schnee.

28.3.07: Klimawandel bringt West-Nil-Virus zu uns

Der 2. Teil des Weltklima-Reports der UN – jetzt liegen erste Details vor, und sie machen deutlich: Die Folgen der Erderwärmung werden auch in Deutschland dramatisch sein. Milde Winter, heiße Sommer und mehr Stürme bringen exotische Tiere – und gefährliche Krankheiten.
Die afrikanische Stechmücke (Culex) breitet sich bei uns aus.

Sie überträgt das gefürchtete West-Nil-Virus (kann Hirnhautentzündung verursachen). Das Virus wurde 1937 zum ersten Mal im Nil-Delta von Uganda festgestellt, vermehrt sich u. a. in Vögeln.
Virologe Professor Dr. Herbert Schmitz (66), Hamburg: „Damit sich das Virus vermehren kann, brauchen Stechmücken Durchschnitts-Temperaturen von 22 Grad im Sommer, Tag und Nacht.“
Professor Dr. Jürgen Knobloch (62) vom Institut für Tropenmedizin, Tübingen: „Durch erhöhte Temperaturen können infizierte Stechmücken Epidemien auslösen.“

Die Invasion der Zecken: Der Klimawandel schafft Ideal-Bedingungen für die Ausbreitung der Zecken.
Sie übertragen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME, Hirnhautentzündung).
Professor Dr. Jochen Süss vom Friedrich-Loeffler-Institut, Jena: „Wir beobachten seit Jahren einen starken Anstieg der FSME, ein Faktor ist sicherlich das Klima mit milden Wintern.“

Tropen-Schädlinge bedrohen unseren Wald.
„Der Klimawandel führt dazu, dass neue schädliche Baumpilzarten in Deutschland heimisch werden“, warnt die Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft. Der Rindenkrebs (aus Asien) hat bereits Bäume in Süddeutschland befallen.
Quelle: BILD, 28.3.2007

28.3.07: Erdbeben in Japan

Erdbeben der Stärke 4,8 erschüttert Japan

(AFP) Ein Erdbeben der Stärke 4,8 hat erneut Zentraljapan erschüttert. Das Epizentrum des Nachbebens lag demnach an der Westküste der Hauptinsel Honshu, wie die Behörden mitteilten. Ob es Opfer oder Schäden gab, ist noch unklar. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben. Seit dem Beben am Sonntag, bei dem mindestens ein Mensch und fast 220 verletzt wurden, gab es in der Region über 260 Nachbeben. Hunderte Häuser wurden zerstört, etliche Bewohner mussten Schutz in Notunterkünften suchen.

27.3.07: 11 Tote nach Regenfällen auf Haiti

Elf Tote nach Regenfällen in Haiti und Dominikanischer Republik

Santo Domingo (dpa) - In der Dominikanischen Republik und Haiti sind mindestens elf Menschen infolge von Dauerregen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Rettungskräfte der beiden Nachbarländer wurden die Häuser von mehr als 4000 Menschen beschädigt. In Haiti starben acht, in der Dominikanischen Republik drei Menschen. Auf der Karibikinsel Hispaniola regnet es seit drei Tagen.

26.3.07: Dürre in China

Zehn Millionen Chinesen wegen Dürre von Wassermangel bedroht

Wegen der anhaltenden Dürre im Süden und Südwesten Chinas sind fast zehn Millionen Menschen von Trinkwassermangel bedroht. Der ausbleibende Regen beeinträchtige die Wasserversorgung für 9,8 Millionen Menschen, berichtete die Zeitung "Beijing Morning Post" am Montag. Außerdem seien 9,1 Millionen Stück Vieh von dem Wassermangel betroffen. Seit Anfang des Monats hätten sich damit die Zahlen der vom Wassermangel betroffenen Menschen und Tiere verdoppelt. In den Provinzen Sichuan, Guizhou, Hunan, Yunnan, Hainan sowie in der Region Guangxi und der Stadt Chongqing hat es in diesem Frühjahr bislang kaum oder gar nicht geregnet. Außerdem ist es ungewöhnlich warm.

25.3.07: Beben in Japan

Weitere Nachbeben nach schwerem Erdstoß

Mehrere starke Erdbeben haben in Zentraljapan mindestens ein Menschenleben gefordert und erhebliche Schäden angerichtet. Auf die Küsten rollte eine kleine Tsunamiwelle zu. Weitere Erschütterungen sind zu erwarten.
Tokio - Mehrere Nachbeben folgten dem heftigen Erdstoß von heute morgen. Eines davon habe die Stärke 5,3 erreicht und Zentraljapan erschüttert, berichtete der japanische Fernsehensender NHK. Über Schäden oder Opfer gab es zunächst keine Angaben. (...)

Quelle: SPIEGEL online, 25.3.07 (Auszug)

25.3.07: Erdbeben auf griechischer Insel

Athen (AP) Ein Erdbeben der Stärke 5,7 hat am Sonntagnachmittag die westgriechische Insel Kefallonia erschüttert. Berichte über Verletzte lagen nicht vor, es wurden lediglich leichte Sachschäden verzeichnet. Das Zentrum des Bebens um 16.57 Uhr Ortszeit lag nach Angaben des Athener Geodynamischen Instituts 290 Kilometer westlich von Athen. Mehrere Nachbeben wurden registriert.

24.3.07: Tornado in Neu-Mexiko

Tornado in New Mexico zerstört rund zwei Dutzend Wohnmobile

Logan/USA (AP) Ein Tornado hat am Freitag den US-Staat New Mexico heimgesucht und auf einem Campingplatz bei Logan rund zwei Dutzend Wohnmobile zerstört. Mindestens drei Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Behörden stellten auf dem betroffenen Gelände Strom und Gaszufuhr ab, um bei den Aufräumarbeiten Explosionsgefahr zu vermeiden.

20.3.07: Erdbeben erschüttert Griechenland

Ein Erdbeben der Stärke 4,9 hat am Abend Griechenland erschüttert und tausende Menschen in Angst versetzt. Das Zentrum des Bebens lag rund 100 Kilometer nördlich von Athen. Der Erdstoß wurde vor allem in der Region der mittelgriechischen Stadt Lamia gespürt. Viele Einwohner rannten nach Berichten lokaler Radiosender auf die Straßen. Verletzt wurde niemand.

9.3.07: Tote durch Wirbelsturmin Australien

Vermutlich 3 Tote durch Wirbelsturm an Nordwestküste Australiens

Mindestens 3 Menschen sind vermutlich durch einen heftigen Wirbelsturm an der Nordwestküste Australiens ums Leben gekommen. Es gebe allerdings noch keine offizielle Bestätigung der Todesfälle, sagte der Ministerpräsident des Bundesstaates Western Australia, Alan Carpenter, am Freitag. Der Zyklon "George" sei mit einer Geschwindigkeit von 275 Stundenkilometern über eine abgelegene Bergbauanlage hinweggefegt. "Wir wissen auch, dass es einige Verletzte gibt, darunter auch Schwerverletzte", sagte Carpenter. Nach Angaben von Sicherheitskräften hinterließ der Sturm eine Spur der Verwüstung in der Umgebung von Port Hedland. Er deckte Hausdächer ab und legte Stromleitungen still.



6.3.07: Erdbeben in Indonesien

Zahl der Todesopfer steigt weiter an

Nach den schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. Bisher wurden 70 Tote gezählt, Behördenvertreter befürchten jedoch, dass noch mehr Opfer gefunden werden.


"Wir sind noch dabei, Opfer zu bergen, aber viele Straßen sind nicht befahrbar und die Telefonleitungen funktionieren nicht", sagte der Gouverneur von Westsumatra, Gamawan Fauzi. Die US-Geologiebehörde USGS registrierte zwei Beben nördlich von Padang im Abstand von zwei Stunden mit Stärken von 6,3 und 6,1. Die indonesische Meteorologiebehörde nannte jeweils 5,8 als Stärke.

Am stärksten betroffen war der Solok Distrikt, sagte der Gouverneur. Dort starben 19 Menschen. Zahlreiche Gebäude stürzten ein, Einwohner rannten in Panik auf die Straßen. Der Fernsehsender Metro zeigte ein Krankenhaus, aus dem Patienten und Personal rannten. Schüler saßen vor einer Schule auf dem Bordstein und weinten. (...)

Quelle: SPIEGEL ONLINE, 06.03.2007 (Auszug)

5.3.07: Fischbestände kurz vor Zusammenbruch

Uno warnt vor Seefisch-Kollaps

Viele Fischbestände stehen kurz vor dem Zusammenbruch, heißt es in einem neuen Bericht der Welternährungs-Organisation. Forscher warnen: Beutet die Menschheit die Ozeane weiter aus, könnte wild aufgewachsener Fisch schon in den nächsten Jahrzehnten von den Tellern verschwinden.

Rom - Der "Mangel an politischem Willen" sei schuld, beklagt die Welternährungsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen - nicht etwa der Erkenntnisstand. In Rom stellten Fischerei-Experten der FAO am heutigen Montag erschreckende neue Zahlen über die Gefährdung der Fischbestände vor.

Experten warnen seit Jahren davor, dass die Ozeane drastisch überfischt sind. Viele Sorten könnten bald nicht mehr für die Ernährung der Weltbevölkerung zur Verfügung stehen. Hunderte von Meeresarten stehen erstmals auf der Roten Liste, weil sie vom Aussterben bedroht sind. Manche Wissenschaftler vergleichen die Folgen des menschlichen Handelns inzwischen gar mit den fünf großen Massensterben der Erdgeschichte.

Das ganze Ausmaß dieser Tragödie bei den Speisefischen zeigt der neue Bericht "State of the World Fisheries and Aquaculture" (Sofia), der auch auf der FAO- Website veröffentlicht wurde: Insgesamt sei genau ein Viertel aller Meeresfisch-Bestände gefährdet.

Von jenem Viertel der Bestände in bedenklichem Zustand seien 17 Prozent übernutzt und sieben Prozent stark zurückgegangen. Nur ein Prozent erhole sich derzeit langsam. (...)

Quelle: SPIEGEL ONLINE, 05.03.2007 (Auszug)

3.3.07: Indonesien: Erdrutsch begräbt 32 Menschen

Erdrutsch begräbt mindestens 32 Menschen

Tagelang hat es geregnet, dann löste sich die Erde. Im Osten Indonesiens haben mehrere Erdrutsche mindestens 32 Menschen getötet. Wegen der verschlammten Straßen können Rettungskräfte die Unglücksorte nicht erreichen.

Die Behörden erklärten, zahlreiche Straßen seien durch die Schlammmassen blockiert. Daher sei es den Rettern bisher nicht gelungen, schweres Gerät zu den Unglückorten zu bringen.

Freiwillige suchen nun nach Überlebenden. In den Bezirken Cibal und Lambaleda seien 32 Leichen geborgen worden, erklärte der Leiter der Rettungsbemühungen, Rustam Pakaya. 20 Menschen würden vermisst. (...)

Indonesien leidet in diesem Jahr unter besonders heftigem Monsun. Im Februar wurden bei Überschwemmungen in der Hauptstadt Jakarta und ihrer Umgebung Dutzende Menschen getötet, Hunderttausende mussten aus ihren überfluteten Häusern flüchten.

Quelle: SPIEGEL ONLINE, 03.03.2007 (Auszug)


2.3.07: Tornados wüten in Alabama und Missouri

VIELE TOTE

Tornados wüten in Alabama und Missouri

Der Gouverneur des Bundesstaates Alabama hat den Notstand ausgerufen. Bei mehreren Tornados kamen in den USA mindestens 17 Menschen ums Leben. Unter den Opfern sollen auch Kinder sein, weil ein Schuldach einstürzte.
Enterprise/Washington - Die Tornados wüteten vor allem in den Bundesstaaten Alabama und Missouri. Insgesamt kamen mindestens 17 Menschen ums Leben. Die Zahl der Toten war mehrfach korrigiert worden, zuerst nach unten, dann wieder nach oben. Der Gouverneur von Alabama rief den Notstand aus und entsandte hundert Mitglieder der Nationalgarde nach Enterprise.

Quelle: SPIEGEL ONLINE, 02.03.2007 (Auszug)

28.2.07: Meeresspiegel könnte stärker steigen

ANTARKTIS-EISANALYSE

Kühlhaus der Weltmeere droht auszufallen

Ein überraschender Fund in der Antarktis alarmiert Wissenschaftler: Das südliche Schelfeis reagiert einer Eisbohrkern-Analyse zufolge viel empfindlicher auf Erwärmungen als gedacht. Folge: Der Meeresspiegel könnte durch den Klimawandel weit stärker steigen als bisher vermutet. (...)

Quelle: SPIEGEL online, 28.2.2007 (Auszug)

28.2.07: Vulkanausbruch könnte Flutwelle auslösen

VULKANAUSBRUCH

Stromboli könnte Flutwelle auslösen

In Italien ist der Vulkan Stromboli ausgebrochen. Forscher befürchten, dass ins Meer rutschende Gesteinsmassen Flutwellen auslösen könnten. Die Bewohner der Gefahrenzone wurden aufgefordert, höhergelegene Gebiete aufzusuchen.

Rom - Der Stromboli, einer der aktivsten Vulkane Europas, spuckt seit gestern wieder Lava. Wissenschaftler sehen derzeit keine unmittelbare Gefahr einer Katastrophe, äußern sich aber besorgt. Wie zuletzt 2002, so die Befürchtung, könnten Gesteinsmassen von dem Vulkankegel ins Meer stürzen und einen Tsunami auslösen.

Damals waren rund zwei Millionen Kubikmeter vulkanisches Gestein ins Meer gerutscht. Die Folge war eine bis zu zehn Meter hohe Flutwelle...

Quelle: SPIEGEL ONLINE - 28.2.2007 (Auszug)


27.2.07: Dürre am Jangtse

Dürre am Jangtse

Peking (dpa) - Mindestens eineinhalb Millionen Menschen in der südwestchinesischen Stadt Chongqing leiden unter Wassermangel. Grund ist eine Dürre am Jangtse-Fluss. Sollte der Wasserspiegel von Chinas größtem Strom sowie eines wichtigen Zuflusses weiter abnehmen, stehe die Region vor einer «realen Krise», berichtet die Zeitung «China Daily». Der Wasserspiegel der beiden Flüsse habe in den vergangenen zwei Wochen wegen ausbleibenden Regens stark abgenommen. China leidet unter einem extremen Klima. 2006 war das wärmste Jahr seit 1951.

25.2.07: Sturm in der Ägäis

Athen (dpa) - Ein Sturm hat am Wochenende den Fährverkehr in weiten Teilen der griechischen Ägäis zum Stillstand gebracht. Zudem wurden rund ein Dutzend Flüge von Athen zu den Ägäis-Inseln gestrichen. Die Küstenwache brachte drei türkische und zwei russische Seeleute von einem in Seenot geratenen Schiff nahe der Dodekannes- Insel Karpathos mit Hubschraubern in Sicherheit. Der Frachter hatte Marmor geladen. Der Sturm soll sich Meteorologen zufolge erst morgen Nachmittag legen.

24.2.07: El Nino stürzt Bolivien ins Unglück

VERHEERENDE ÜBERSCHWEMMUNGEN

El Nino stürzt Bolivien ins Unglück

Überflutungen, Schlammlawinen, Seuchen: Das Klimaphänomen El Nino hat in Bolivien für eine verheerende Katastrophe gesorgt. Präsident Evo Morales gibt den Industriestaaten die Schuld an dem Drama.

Morales warf den Industriestaaten vor, mit ihrer Klima- und Wirtschaftspolitik die Überflutungen in seinem Land ausgelöst zu haben. Es gebe Länder, die mit ihrer unkontrollierten, maßlosen Industrialisierung die Erde verschmutzten und die Umwelt zerstörten, sagte der bolivianische Präsident. Und die armen Länder leiden darunter", zitierte die Zeitung "Hoy Bolivia" den Politiker. Der Staatschef kritisierte insbesondere jene wohlhabenden Länder, die das Kyoto-Protokoll zur Reduzierung von Treibhausgasen nicht respektierten.
Durch Überflutungen und Schlammlawinen sind in dem Andenland in den vergangenen zwei Monaten mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Zehn Menschen werden vermisst. Im Zuge der Unwetter registrierten die Gesundheitsbehörden einen Anstieg lebensbedrohlicher Seuchen. Bisher seien 1660 Fälle von Dengue-Fieber und 1452 Malaria-Erkrankungen gemeldet worden. Die Wasser- und sanitäre Versorgung seien durch das Hochwasser eingeschränkt worden, warnte die Uno. In einer Erklärung baten die Vereinten Nationen die internationale Gemeinschaft um Finanzhilfen in Höhe von 9,2 Millionen Dollar.

(...) Besonders betroffen von den Überflutungen sind die Regionen Santa Cruz und Beni an der Grenze zu Brasilien. In der nordöstlichen Amazonasregion Beni, die von der Landwirtschaft abhängig ist, kamen mehr als 22.000 Rinder um. Yucca-, Reis- und Bananenpflanzungen wurden vernichtet. (...)

Quelle: SPIEGEL online, 24.2.07 (Auszug)

23.2.07: Wirbelsturm zerstört Urlauberparadies

Wirbelsturm zerstört Urlauberparadies in Mosambik

Der tropische Wirbelsturm «Favio» hat in Mosambik den Badeort Vilankulo weitgehend zerstört. Es gibt mindestens drei Tote und 80 Verletzte. Der Zyklon war mit 200 Stundenkilometern Windgeschwindigkeit auf den Badeort getroffen. Er zieht mittlerweile abgeschwächt in Richtung der Überschwemmungsgebiete auf dem Festland. Dort sind rund 120 000 Menschen vor den Fluten in Auffanglager gebracht worden.

22.2.07: Wirbelsturm trifft Mosambik

Wirbelsturm trifft Urlauberparadies mit 200 Stundenkilometer

Johannesburg (dpa) - Der tropische Wirbelsturm «Favio» hat den von schweren Überschwemmungen heimgesuchten afrikanischen Staat Mosambik erreicht. Mit Geschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern traf der Sturm als erstes das Urlauberparadies rund um die Inselkette des Bazaruto-Archipels. Die britische Regierung hatte bereits gestern alle Landsleute aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Meteorologen haben sintflutartige Regenfälle vorhergesagt. Der Zyklon hatte zuvor auf der Mosambik vorgelagerten Insel Madagaskar gewütet.

21.2.07: Bolivien: Tote durch Überschwemmungen

Mindestens 35 Tote durch Überschwemmungen in Bolivien

In Bolivien sind nach Behördenangaben durch Überflutungen und Schlammlawinen in den vergangenen zwei Monaten mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Wie der Zivilschutz mitteilte, galten zehn Menschen am Dienstag noch als vermisst. Die Zahl der geschädigten Menschen wurde mit mehr als 340.000 angegeben. Acht der neun Provinzen des Landes waren betroffen. Über die 1,4-Millionen-Einwohnerstadt Santa Cruz verhängte die Regierung der gleichnamigen Provinz den Ausnahmezustand. Dort drohten die Flüsse Piraí und Grande nach heftigen Niederschlägen mehrere Stadtviertel zu überschwemmen. Trinidad, die Hauptstadt der Provinz Beni mit etwa 90.000 Einwohnern, wurde zur Hälfte überschwemmt, als der Fluss Mamoré über die Ufer trat. Experten führten die Unwetter auf das Klimaphänomen El Niño zurück, einer gelegentlichen Erwärmung des zentralen und östlichen Pazifiks.

20.2.07: Tropischer Wirbelsturm bedroht Mosambik

Tropischer Wirbelsturm bedroht Mosambiks Flutopfer

Ein tropischer Wirbelsturm bedroht die Flutopfer im südostafrikanischen Mosambik. Der Zyklon befindet sich zur Zeit noch etwa 200 Kilometer von der Küste entfernt und nimmt Kurs aufs Land, berichtet der südafrikanische Rundfunk. Er dürfte übermorgen auf die Region um Sofala treffen. Dort sind nach wochenlangen Regenfällen 85 000 Menschen vor dem Hochwasser des Sambesi auf der Flucht. Rund 40 Menschen kamen bislang ums Leben.

14.2.07: Mittlerer Westen versinkt im Schnee

US-WETTER

Mittlerer Westen versinkt im Schnee

Mehr als 400 gestrichene Flüge allein in Chicago, nicht enden wollende Staus und Temperaturen von fast minus 30 Grad. Heftige Schneefälle haben große Teile der USA heimgesucht. Auch im Bundesstaat New York fielen innerhalb von zehn Tagen mehr als drei Meter Schnee.
Auf dem internationalen Flughafen von Chicago mussten mehr als 400 Flüge gestrichen werden, während auf den Straßen wenig voranging, berichteten US-Sender gestern Abend (Ortszeit).

Da der Wintersturm weiter ostwärts zog, gab der Nationale Wetterdienst Schneewarnung von Iowa und Missouri über das Ohio-Tal bis hin zu Teilen Neuenglands ganz im Nordosten des Landes heraus. Auch der Norden des Staates New York soll betroffen sein, wo innerhalb der vergangenen zehn Tage bereits mehr als drei Meter Schnee gefallen sind.
(...) Im Norden der USA herrschte Eiseskälte: In Nord-Dakota, an der Grenze zu Kanada, fiel die Temperatur laut Wetterdienst gestern auf beinahe minus 30 Grad. (...)

Quelle: SPIEGEL ONLINE, 14.2.2007 (Auszug)



13.2.07: Land unter in Mosambik

Tausende Menschen fliehen vor der Flut

Es ist die schlimmste Flut seit sechs Jahren in Mosambik: Die Überschwemmungen nach sintflutartigen Regenfällen haben bereits 68.000 Menschen in die Obdachlosigkeit getrieben. Es könnten noch mehr werden - denn Behörden und Meteorologen geben noch keine Entwarnung.

Johannesburg/Maputo - Mindestens 29 Menschen kamen bisher wegen der Flut ums Leben, mehr als 4600 Häuser wurden zerstört, rund 68.000 Menschen wurden obdachlos: Das ist die bisherige Bilanz der sintflutartigen Regenfälle, die den Fluss Sambesi und seine Nebenarme zum Überfluten gebracht haben.
Es könnte noch schlimmer kommen: Weitere 280.000 Menschen müssen wahrscheinlich noch diese Woche ihre Häuser verlassen, sagte Paulo Zucula, Chef der nationalen Hilfsbehörde INGC. Betroffen seien vor allem arme Bauern.

(...) Auch die Vereinten Nationen helfen, die Menschen vor Ort zu versorgen - mit einem Beitrag ihres Welternährungsprogramms. "Wir gehen davon aus, dass viele Menschen ihre Ernte verloren haben und Nahrung ein Problem wird", sagte der Sprecher des World Food Programm (WFP) der UN, Jack Siamen. "Die Menschen verhungern." (...)
Von den heftigen Regenfällen im Süden Afrikas betroffen sind auch Teile der Staaten Sambia, Malawi und Angola. Dort ist durch verunreinigtes Wasser eine Cholera-Epidemie ausgebrochen.

Quelle: SPIEGEL ONLINE, 13.2.2007 (Auszug)



13.2.07: Neuer Wirbelsturm

Rückschlag für New Orleans

Vor eineinhalb Jahren legte der Wirbelsturm "Katrina" New Orleans fast vollständig in Trümmer. Nun forderte ein Tornado erneut Opfer und richtete Schäden an - ein Rückschlag für die verbliebenen Bewohner der leidgeprüften Stadt im US-Bundesstaat Louisiana.


(...) Der Sturm beschädigte zahlreiche Gebäude, entwurzelte Bäume und führte dazu, dass die Stromversorgung in 29.000 Haushalten vorübergehend unterbrochen wurde. Der Bürgermeister von New Orleans, Ray Nagin, verhängte den Notstand und sprach von einem Rückschlag für die Stadt. "Es ist schlimm, weil es die Menschen erneut aus der Fassung bringt, die versuchen nach dem Hurrikan "Katrina" wieder auf die Beine zu kommen", sagte Nagin. (...)

Quelle: SPIEGEL ONLINE, 13.2.2007 (Auszug)



12.2.07: Erdbeben in Portugal

Erdbeben der Stärke 6,3 erschüttert Süden der Iberischen Halbinsel

Lissabon (dpa) - Ein Erdbeben der Stärke 6,3 hat den Süden der Iberischen Halbinsel erschüttert. Es hatte nach Angaben der Behörden sein Epizentrum bei Cabo São Vicente im äußersten Südwesten Portugals. Das Beben war das stärkste in diesem Gebiet seit über zehn Jahren. Von Schäden war zunächst nichts bekannt. Die Erdstöße waren bis nach Madrid und Lissabon zu spüren. Im Süden Spaniens ließen die Behörden in Sevilla zur Sicherheit mehrere Amtsgebäude räumen. In Huelva liefen Hunderte von Bewohnern voller Angst ins Freie.

12.207: Elend in Jakarta

200.000 Menschen erkrankt, Behörden warnen vor Seuchen

Die schweren Überschwemmungen in Indonesien stellen die Behörden vor beinahe unlösbare Probleme. Hunderttausende Menschen sind obdachlos, viele davon schwer erkrankt. Nun drohen Seuchen - und Hilfe gibt es kaum.

Jakarta - Nach den schweren Überschwemmungen in Indonesien sind rund 200.000 Menschen erkrankt. Die meisten der Betroffenen litten unter Durchfall, Dengue-Fieber und Atemwegsproblemen, erklärte das indonesische Gesundheitsministerium heute. Allerdings befinde sich nur ein geringer Teil der Patienten in stationärer Behandlung. Zur schlimmsten Zeit des Hochwassers sollen bis zu 400.000 Indonesier obdachlos gewesen sein.

Quelle: SPIEGEL ONLINE, 12. Februar 2007 (Auszug)

9.2.07: Hundertausende Obdachlos

Hunderttausende Menschen wegen Überschwemmungen in Mosambik und Angola obdachlos

Maputo (AP) Nach sintflutartigen Regenfällen sind in Mosambik und Angola 100 Menschen ertrunken. Hunderttausende mussten wegen Überschwemmungen ihre Häuser verlassen. Am Cahora-Bassa-Damm im Nordwesten Mosambiks zwangen die Wassermassen die Behörden, den Durchlass zu verdoppeln und einen weiteren Anstieg des Hochwassers im Tal des Sambesi-Flusses zu riskieren, wie Ministerpräsident Luisa Diogo am Freitag in der Hauptstadt Maputo sagte. Bereits jetzt stehen nach Schätzungen des UN-Welternährungsprogramms (WFP) etwa 15.000 Hektar Getreide unter Wasser.
Bis zu 285.000 Menschen werden demnach auf Lebensmittelhilfen angewiesen sein.

9.2.07: Erdbeben in Türkei

TÜRKEI

Mindestens 35 Verletzte bei Erdbeben

Ein Erdbeben der Stärke 5,3 hat in der vergangenen Nacht den Südosten der Türkei erschüttert. Mindestens 35 Menschen, die in Panik aus ihren Häusern flüchteten, sind verletzt worden. (...)

Quelle: SPIEGEL ONLINE - 09. Februar 2007 (Auszug)

7.2.2007

FLUTKATASTROPHE

Experten schlagen Alarm - Seuchenausbruch befürchtet

340.000 Obdachlose, Dutzende Tote: Jakarta kämpft gegen eine gigantische Flutkatastrophe - und Indonesiens Millionenmetropole schafft es nicht mal im Ansatz, sich dagegen zu wappnen. Korruption und Unfähigkeit verhindern den Bau von Dämmen und Kanalisation. (...)

Mehr als 40 Menschen starben in den Fluten, und 340.000 mussten ihre Häuser verlassen. Die Stadtregierung bezifferte schon gestern die Schäden auf mehr als 350 Millionen Euro. Im Vergleich zu der Überschwemmung vom Frühjahr 2002, ist das eine äußerst vorsichtige Einschätzung, die sicher erheblich nach oben korrigiert werden muss. (...)

Schon warnen die Behörden deshalb vor dem Ausbruch von Seuchen. "Wir haben nicht mehr genug Medikamente zur Verfügung", sagt der Arzt Nuraimi, der wie viele Indonesier nur einen Namen hat. Sein Nothilfe-Team versorgt Durchfallkranke in Zentrum Jakartas. "Die meisten Leute waren zu lange im Wasser und haben sich infiziert", sagt er. (...)

So sind die Aussichten für die Betroffenen alles andere als rosig. Normalerweise geht die Monsunsaison erst Ende Februar zu Ende. Für die kommenden Tage haben die Meteorologen jedenfalls wieder Regen für den Großraum Jakarta vorausgesagt. Zumindest die Häuser der Ärmsten der Armen werden aller Voraussicht nach schon demnächst wieder unter Wasser stehen.

Quelle: SPIEGEL ONLINE, 07. Februar 2007 (Auszug)

4.2.2007

Rodungen für Flutkatastrophe in Jakarta verantwortlich gemacht

Jakarta (AP) Gedankenloser Umgang mit der natürlichen Umwelt ist offenbar die Ursache einer Flutkatastrophe in der indonesischen Hauptstadt Jakarta, bei der bis Sonntag mindestens 20 Menschen ums Leben kamen. Nach Rodungen in den Bergen der Umgebung ergossen sich die Wassermassen tagelanger Regenfälle ungehindert in die zahlreichen Flüsse von Jakarta, die über die Ufer traten. In einigen Teilen der Zwölf-Millionen-Einwohner-Stadt steht das Wasser bis zu vier Meter hoch. Der Wetterdienst warnte für die nächsten zwei Wochen vor weiteren ergiebigen Regenfällen. Betroffen waren sowohl Armenviertel als auch Stadtteile mit Villen und Geschäften. Mehr als 20.000 Gebäude wurde überflutet.


4.2.2007

Vogelgrippe in England: Tausende Truthähne verendet

Auf einer der größten Geflügelfarmen Europas in Großbritannien ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Aus Angst vor einer Weiterverbreitung des besonders gefährlichen Virus H5N1 müssen in dem Betrieb in der südostenglischen Grafschaft Suffolk rund 160 000 Truthähne geschlachtet werden.

Zuvor waren dort bereits mehr als 2500 Vögel an der Krankheit verendet. Rund um den Betrieb gelten strenge Schutzmaßnahmen. Die Vogelgrippe-Gefahr für Menschen wurde von den Behörden am Sonntag jedoch weiterhin als gering eingeschätzt.
Bei dem Virus H5N1 handelt es sich um die so genannte asiatische Variante der Vogelgrippe, die auch für Menschen tödlich sein kann. Vorsichtshalber wurden mehrere Dutzend Arbeiter, die auf der Farm in der Nähe der Gemeinde Holton mit dem Geflügel in Kontakt kamen, mit Medikamenten versorgt. Vor einigen Tagen war das Virus H5N1 in Ungarn wieder aufgetaucht. Dies waren die ersten Vogelgrippe-Fälle in Europa in diesem Winter. Weltweit starben an dem Virus bereits mehr als 160 Menschen, die meisten davon in Asien. (...)

Auf der betroffenen Farm werden Truthähne gezüchtet, die in britischen Supermärkten verkauft werden. Eigentümer Bernard Matthews war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen. Der 76-Jährige kommt mit der Geflügelzucht auf einen Jahresumsatz von 400 Millionen Pfund (rund 600 Millionen Euro). Nach Auskunft von Experten besteht beim Verzehr des Fleisches jedoch keine Gefahr.

4.2.2007:

JAKARTA UNTER WASSER

Nach der Sintflut drohen Seuchen

Nach heftigen Monsunregen steht das Wasser in der indonesischen Hauptstadt Jakarta vier Meter hoch, ein Ende ist nicht in Sicht. 200.000 Menschen sind obdachlos. Die Behörden haben die höchste Alarmstufe ausgerufen und warnen vor dem Ausbruch von den Seuchen.

Nach dem tagelangem Dauerregen, der bisher zwanzig Menschen das Leben kostete, droht den Einwohnern der 12-Millionen-Metropole Jakarta nun die nächste Gefahr. "Wir fürchten, dass Durchfall und Ruhr ausbrechen und Krankheiten von Ratten verbreitet werden", sagte Rustam Pakaya vom nationalen Krisenzentrum des Gesundheitsministeriums in Jakarta. Bereits vor der Flut hatten die Gesundheitsbehörden eine ungewöhnlich hohe Zahl von Kranken mit Dengue-Fieber gemeldet: Seit Mitte Januar waren es 2.404 Kranke und acht Todesfälle.
(...)
Durch die schwersten Überschwemmungen seit Jahren sind fast 200.000 Menschen obdachlos geworden. 33 Stadtbezirke und einige ländliche Bezirke sind überflutet. Für kommende Woche sagen Meteorologen weitere heftige Regenfälle voraus, wodurch die Pegel der Flüsse abermals ansteigen könnten. "Jakarta ist jetzt auf höchster Alarmstufe", erklärte Sihar Simanjuntak, ein Regierungsvertreter.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - 04. Februar 2007 (Auszug)

3.2.2007:

VOGELGRIPPE

H5N1-Alarm in Großbritannien

Auf einer Putenfarm in Ostengland ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Ein Labortest bestätigte die Befürchtung der Behörden: Es handelt sich um den auch für Menschen gefährlichen H5N1-Virus.

Der Tod von 2600 Puten auf der Farm nahe Holton in Suffolk hatte bereits am Donnerstag die Gesundheitsbehörden alarmiert. Tests in einem EU-Referenzlabor im südenglischen Weybridge hätten nun den H5N1-Erreger nachgewiesen, teilte die EU-Kommission heute in Brüssel mit. Die Farm wird von Europas größtem Putenhersteller Bernard Matthews betrieben. (...)

Zuletzt war im vergangenen April die Vogelgrippe in Großbritannien ausgebrochen. Auch damals war Suffolk betroffen, es handelte sich aber nicht um die gefährliche H5N1-Variante.
Weltweit starben seit 2003 mehr als 160 Menschen nach einer Infektion mit dem H5N1-Virus. (...)

Quelle: SPIEGEL ONLINE - 03. Februar 2007 (Auszug)

3.2.2007

Fünf Tote durch Hochwasser in Jakarta

Jakarta (AP) In überfluteten Teilen Jakartas sind nach amtlichen Angaben bis Samstag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100.000 Einwohner seien obdachlos geworden, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes. Tagelanger Regen hat in der Zwölf-Millionen-Einwohner-Stadt zu den schwersten Überschwemmungen seit fünf Jahren geführt. Tausende Häuser sind seit Freitag überflutet, Strom- und Wasserversorgung mussten teilweise abgestellt werden.

2.2.2007

UNWETTER

Tornados toben über Florida - viele Tote

Ein Sturm mit mehreren Tornados und Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 km/h ist über den US-Bundesstaat Florida getobt. Etliche Menschen starben, Hunderte Häuser wurden verwüstet, die Stromversorgung ist zusammengebrochen. Rettungskräfte suchen nach Verschütteten.
Miami - Nach Behördenangaben rissen die Stürme mindestens 14 Menschen in den Tod. Heftige Gewitter und mehrere Tornados fegten über die Touristenregion rund um Orlando im US-Bundesstaat Florida. Von etlichen Häusern sind nur noch Trümmer übrig. Laut CNN sieht es in einigen Wohngebieten aus wie auf einem Schlachtfeld. Holzbalken, Dachteile und Möbel liegen wild verstreut herum. "Das Ausmaß der Zerstörung ist unbeschreiblich", zitiert der Sender einen Kollegen, der das betroffene Gebiet mit einem Hubschrauber überflogen hat. "Man kann mancherorts nicht einmal mehr erkennen, dass hier je Häuser gestanden haben."

Quelle: SPIEGEL ONLINE, 02. Februar 2007 (Auszug)

2.2.2007

Schwere Überschwemmungen legen Jakarta lahm

2. Februar 2007
von AFP Schwere Überschwemmungen haben die indonesische Hauptstadt Jakarta lahm gelegt. Mehrere tausend Menschen verließen nach Angaben der Hilfsorganisationen ihre Häuser. Nach heftigen Regenfällen stand das Wasser in einigen Vierteln mehr als anderthalb Meter hoch. Im Zentrum waren die wichtigsten Hauptstraßen nicht befahrbar, so dass tausende Menschen nicht zur Arbeit konnten. Auch Präsident Susilo Bambang Yudhoyono musste von zu Hause aus arbeiten. Der Gouverneur von Jakarta erklärte für die ganze Stadt den Notstand.
Betroffen war der gesamte Großraum mit den Städten Jakarta, Bogor, Depok, Tangerang und Bekasi, in dem mehr als 20 Millionen Menschen leben. Das Rote Kreuz verteilte Lebensmittel an die Obdachlosen. Rettungsteams bargen in Schlauchbooten Frauen und ihre Babys aus den überschwemmten Häusern. Mit mehr als 80 mobilen Pumpen sollte der Wasserspiegel in den am schwersten betroffenen Stadtteilen gesenkt werden. Meteorologen rechnen mit weiteren Regenfällen in den kommenden Tagen.
Jakarta hat häufig mit Überschwemmungen zu kämpfen. Durch die Stadt ziehen sich 13 Flüsse; 78 Viertel liegen so tief, dass sie leicht überflutet werden. 2002 waren in der indonesischen Hauptstadt mindestens 40 Einwohner bei Überschwemmungen ums Leben gekommen. Mehr als 300.000 suchten damals Unterschlupf in Moscheen, Schulen und Friedhöfen.

01.02.2007

Überschwemmungen fordern 14 Todesopfer in Bolivien

Im zentralen Tiefland Boliviens sind durch schwere Überschwemmungen mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen, mehrere tausend Hektar Ackerland wurden vernichtet. Besonders schwer betroffen sind die Sojabohnenfelder in der Provinz Santa Cruz. Die Regierung hat den Notstand ausgerufen.

30.1.07

Erdbebenserie schürt Panik vor Vulkanausbruch im Süden Chiles

In der chilenischen Region Aisén hat in den vergangenen Tagen eine Serie hunderter kleinerer Erdbeben für Unruhe unter der Bevölkerung gesorgt. Lokalen Medienberichten zufolge erreichten die stärksten Beben sogar eine Stärke von 7,0 auf der Richter-Skala. Die Höhe der Sachschäden steht bislang nicht fest, ernsthaft verletzt wurde aber offiziellen Angaben zufolge niemand. Die Region, in der rund 90.000 Einwohner leben, wurde zuletzt im Jahr 1991 von einer ähnlichen Erdbebenserie heimgesucht. Damals hatte ein kurz darauf erfolgter Ausbruch des Vulkans Hudson die Region großflächig mit einem Ascheregen eingedeckt. Noch ist unklar, ob die jetzigen Erdbeben auch mit neuerlichen Vulkanaktivitäten verbunden sind.

29.01.2007

Neuseeländischer Kratersee droht Schlammlawinen auszulösen

Die Schneeschmelze hat in Neuseeland den Pegel des Kratersees vom Vulkan Mount Ruapehu so stark anschwellen lassen, dass dieser bald überzulaufen droht. Dies könnte wie zuletzt vor elf Jahren zu großen Murenabgängen und Schlammlawinen führen. Durch entsprechende Barrieren sollen diese allerdings abgelenkt und aufgehalten werden, so dass nach Angaben der örtlichen Umweltbehörde keine Gefahr für die Bevölkerung drohe. Derzeit steht das Wasser nur noch rund eineinhalb Meter unterhalb des Kraterrandes, so dass der See vermutlich in einigen Wochen sein Fassungsvermögen erreicht haben könnte.

28.1.07

Starke Überschwemmungen auf den Kanaren

Äußerst ergiebige Niederschläge haben auf den kanarischen Inseln zu starken Überschwemmungen geführt. Die Wassermassen sorgten vor allem auf El Hierro für Verwüstungen, wo sie durch Bergschluchten tosten und mehrere Autos in die Tiefe rissen. Zahlreiche Straßen wurden durch Erdrutsche blockiert. Der Flugplatz der Insel wurde ebenso wie auf La Gomera zeitweise wegen der widrigen Bedingungen geschlossen. In Las Palmas, der Inselhauptstadt von Gran Canaria, musste wegen des Unwetters ein Gebäude mit dutzenden Wohnungen evakuiert werden.

28.1.2007

Sintflutartige Regenfälle im Süden Afrikas

Johannesburg (dpa) - Sintflutartige Regenfälle haben im Süden Afrikas mindestens 86 Menschenleben gekostet. Mehrere tausend Afrikaner sind nun obdachlos. Betroffen sind nach Angaben von Hilfsorganisationen vor allem Teile der Staaten Angola, Mosambik, Sambia und Malawi. In Malawi stehen 20 Dörfer unter Wasser, in Angola war die Hauptstadt Luanda durch beschädigte Brücken mehrere Tage vom Umland abgeschnitten, berichtete die südafrikanische Zeitung «Sunday Independent».

21.01.2007

Tsunami-Warnung für die Molukken

Seebeben im Osten Indonesiens

Der Osten Indonesiens ist von einem Erdbeben der Stärke 7,3 erschüttert worden. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS lag das Epizentrum in der Molukkensee. Die Geologie-Behörde Indonesiens gab laut der Nachrichtenagentur Reuters zunächst eine Tsunami-Warnung heraus, nahm sie aber kurz darauf zurück.
In der Stadt Manado an der Nordostspitze der Insel Sulawesi berichteten Augenzeugen von drei Verletzten und einer beschädigten Kirche. Die Einwohner seien in Panik auf die Straße gerannt. Mehrere Nachbeben waren in Manado zu spüren - einer der nachfolgenden Erdstöße hatte eine Stärke von 5,8.

Nach US-Angaben war das Epizentrum des Hauptbebens etwa 160 Kilometer östlich von Manado und rund 130 Kilometer westlich von der Stadt Ternate auf der gleichnamigen Insel. Weiter hieß es auf der USGS-Internetseite, dass das Beben sich um 19:30 Uhr Ortszeit in einer Tiefe von zehn Kilometern ereignet habe.

Indonesien ist erdbebengefährdet

Im Juli hatte ein starkes Beben im Westen der indonesischen Insel Java eine vier Meter hohe Flutwelle ausgelöst, die rund 600 Menschen in den Tod riss. Ende Mai war die Stadt Yogyakarta im Süden Javas von einem Beben der Stärke 6,2 heimgesucht worden. Rund 6000 Menschen kamen dort ums Leben, 130.000 Häuser wurden zerstört. Indonesien liegen im Gebiet des so genannten pazifischen Feuerrings, in dem es häufig zu Vulkanausbrüchen und Erdstößen kommt.
Rein statistisch gesehen gibt es weltweit pro Jahr 18 Erdbeben mit einer Magnitude zwischen 7,0 und 7,9.


21.1.2007

Erdbeben zerstört Wohnhäuser im Osten der Türkei

Ankara (AP) Bei einem Erdbeben im Osten der Türkei sind am Sonntag Wohnhäuser in mindestens zwei Dörfern zerstört worden, wie der zuständige Gouverneur Halil Ibrahim Akpinar mitteilte. Das Zentrum des Bebens der Stärke 5,0 lag nach Messungen der Erdbebenwarte in Istanbul in der Nähe der Stadt Tutak in der an Armenien angrenzenden Provinz Agri.

Artikel dazu in der FAZ vom 12.2.2006: »Katastrophenforschung - Städte am falschen Ort«
http://www.faz.net/s/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512/Doc~E1E3C4F5920C2443E88745F73EB8755E9~ATpl~Ecommon~Sspezial.html


Druckbare Version