Gemeindeleben mit Liebesmahl

 



Seit einiger Zeit findet jeden zweiten Samstag des Monats in Altfeld eine Veranstaltung besonderer Art statt: ein Liebesmahl - viele nennen es Abendmahl -, zu dem die Urchristen im Universellen Leben ihre Mitbürger aus nah und fern einladen, um mit ihnen zu speisen und sich über existentielle Fragen auszutauschen. Die Urchristen von heute knüpfen damit an eine Tradition der ersten Christen an, die sich vor rund 2000 Jahren versammelten, um ein Liebesmahl abzuhalten. Es handelte sich nicht um ein rituelles Mahl, sondern man speiste zusammen, in dem Bewusstsein, dass in jeder Speise die göttliche Kraft ist und Gott, die Liebe, sich in der Speise verschenkt.

Urchristliches Liebesmahl bei den ersten Christen

Das geschwisterliche Liebesmahl (»Agape« griech.= Liebe) der frühen Christengemeinden wurde im Zusammenhang mit einer gemeinsamen festlichen Mahlzeit der Gemeindeglieder gefeiert. Es war wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens. Nach Apostelgeschichte 2,46 sind die Häuser der Gemeindemitglieder die ursprünglichen Orte der Abendmahlsfeier. Das urchristliche Liebesmahl war auch praktische Nächstenliebe: es wurde gesorgt für Arme, Kranke, Verlassene, Witwen, Waisen und Sklaven. Die Apostelgeschichte berichtet, dass die Urchristen »ein Herz und eine Seele« waren und dass sie alles gemeinsam hatten: »Denn es war auch keiner bedürftig unter ihnen, denn so viele Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie (...) es wurde aber jedem zugeteilt, so wie einer Bedürfnis hatte.« (4,32-4,35)

Als das Christentum zur Institution verkam und Staatsreligion wurde, musste auch das ursprüngliche Liebesmahl einer heidnischen Kulthandlung (Eucharistie) weichen.  


Urchristliches Liebesmahl bei den Katharern

Die Katharer (von griech. »Die Reinen«), eine lebendige urchristliche Bewegung im Mittelalter, führten ein einfaches Leben und ernährten sich von ihrer Hände Arbeit. Sie bauten keine Kirchen, sondern trafen sich in der freien Natur oder in Höhlen, um gemeinsam zu beten oder über die Lehre Jesu zu sprechen. Liturgische Rituale waren für sie ein »leeres, nichtiges Schauspiel«. Anstelle des liturgischen »Opfermahls« der katholischen Kirche hielten sie ein feierliches gemeinsames Mahl, ähnlich dem »Liebesmahl« der Urkirche.

Die urchristliche Bewegung der Katharer wurde im 13. und 14. Jahrhundert von der katholischen Inquisition und in einem eigenen »Ketzer«-Kreuzzug ausgelöscht. 


Urchristliches Liebesmahl bei Urchristen von heute

Jeder ist eingeladen: »Urchristliches Gemeindeleben mit Liebesmahl - viele nennen es Abendmahl«
Die Urchristen von heute speisen gemeinsam und tauschen sich anschließend in Gruppen über verschiedene Themen aus:

Samstag, dem 13. August 2005, um 19.30 Uhr
1. Recht oder Gerechtigkeit? Ich habe Recht. Wer hat Recht?
2. Was ist aktiver Glaube?
3. Thema für die Jugend: Wir, die Christusrevolutionäre:
Ethische Werte in der Natur- und Tierwelt?

Samstag, dem 10. September 2005, um 19.30 Uhr
1. Woher kommt die Angst?
2. Wer schafft mir den Sinn des Lebens?
3. Brauche ich eine Kirche? Warum?
4. Thema für die Jugend

Diese Veranstaltung findet an jedem 2. Samstag im Monat im Versammlungsraum in Altfeld, Max-Braun-Str. 2 statt, sowie in München, Stuttgart, Karlsruhe, Bregenz und Zürich.
Info-Telefon: Tel: 0931 / 3903-0
 


Öfter leben auf Erden?

 



Im Juli war das Thema des Abends, über das man sich nach dem Mahl unterhielt: "Öfter leben auf Erden???"
Vor dem Gespräch gab es eine kurze Einführung und anschließend einen Erfahrungsaustausch. Beides wird nachfolgend dokumentiert.


Je turbulenter es in dieser Welt zugeht – durch Terror und Krieg, Hunger und Flüchtlingselend –, umso notwendiger wird es, dass wir uns mit zwei Aspekten unseres irdischen Daseins vertraut machen, die vom so genannten "christlichen Abendland" verdrängt wurden: dem Gesetz von Saat und Ernte und dem Gesetz der Reinkarnation.

Wenn wir beides ausblenden, dann fehlt uns praktisch so gut wie jede Möglichkeit, den Alptraum unserer heutigen Zeit oder auch früherer Epochen der Menschheitsgeschichte auch nur annähernd plausibel zu erklären.

Wenn wir das Gesetz von Saat und Ernte ausblenden und damit auch unser eigenes Handeln, dann empfinden wir alles, was auf uns zukommt, als die Bosheit unserer Nachbarn oder als ein blindwütiges Schicksal oder gar als die Laune eines strafenden Gottes, den viele Menschen doch eigentlich als liebenden Gott bezeichnen. Drängt sich da nicht die Vermutung auf, dass da etwas nicht stimmt und dass wir uns vielleicht vieles doch selbst eingebrockt haben?

Doch diese Einsicht reicht für sich genommen noch nicht aus, wenn wir sie allein auf unser derzeitiges irdisches Leben beziehen. Denn vieles kommt doch auf uns zu an Verletzungen seelischer oder körperlicher Art, an Mord und Totschlag, von dem wir nicht annehmen, dass es irgendwie etwas mit uns zu tun hat, wo wir doch zeitlebens – soweit wir uns dies vergegenwärtigen – so friedvolle Menschen waren.

Also müssen wir auch hier weiterfragen, ob der Bogen von Saat und Ernte nicht über unser gegenwärtiges Leben hinausreicht.

Die Annahme, dass wir öfter auf Erden leben und dabei Erfahrungen machen, die auf unser eigenes früheres Verhalten zurückzuführen sind, gehört zu jenem Urwissen der Menschheit, das in fast allen Kulturkreisen zu finden ist. Nicht nur im Osten, wie viele meinen, sondern auch im Westen, etwa in Griechenland, im alten Ägypten und auch in den spirituellen Bewegungen des modernen Europa.

Ein so aufgeklärter Mann wie beispielsweise der Preußenkönig Friedrich der Große erklärte, er wisse mit Sicherheit, dass er wiederkommen werde, um "ein tätiges Leben zu führen", wie er sich ausdrückte, allerdings nicht als König, wie er hinzufügte – um nicht den selben Undank erneut zu erfahren, wie er meinte. Hoffentlich ging ihm dieser Wunsch in Erfüllung. Große Musiker, Wissenschaftler, Industrielle und auch Menschen, die uns im täglichen Leben begegnen, gehen oft ganz selbstverständlich davon aus, dass sie schon mehrmals hier waren und vermutlich wiederkommen werden. Nicht zu vergessen sind die Bekenntnisse von Dichterfürsten und Philosophen, angefangen vom alten Griechen Protagoras, der 600 Jahre vor Christus lehrte und eine Philosophenschule begründete, über Platon, der zum Vater der abendländischen Philosophie wurde, bis hin zu Goethe oder Voltaire. All diese Menschen gingen selbstverständlich davon aus, dass sie nicht zum ersten Mal hier sind und wohl auch nicht zum letzten Mal.

Viele Menschen haben übrigens diesen Eindruck zuweilen ganz blitzartig. Fast mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit empfinden sie, dass sie etwas erleben, was sie schon einmal erlebt haben – etwa in einer Landschaft, in der sie noch nie waren und die ihnen plötzlich unnatürlich vertraut vorkommt. Es gibt Beispiele von Menschen, die in der Fremde plötzlich jeden Weg und jeden Steg kannten, obwohl sie dort noch nie waren. Und es gibt unzählige Beispiele von Kindern, die deren Eltern plötzlich in allen Details von fremden Orten und Menschen erzählen und verlangen, dort hingeführt zu werden, um schließlich jene wiederzufinden, mit denen sie schon einmal lebten.

Unabhängige Geister waren also immer schon der Überzeugung, dass wir mehrmals auf Erden leben, während das gläubige Kirchenvolk, das von den Theologen indoktriniert, um nicht zu sagen bedroht, wurde, davon ausgehen musste, dass der Mensch nur einmal lebt und in diesen 60, 70, wenn es hochkommt 90 Jahren, über sein ewiges Schicksal entscheidet. Und wenn er sich nicht den kirchlichen Dogmen fügt, dann landet er eben in der ewigen Hölle.

Mit Jesus von Nazareth hat dies freilich nicht das Geringste zu tun. Die Jünger des Nazareners gingen davon aus, dass sie mehrmals auf Erden lebten. Manche Spuren dieses Wissens sind sogar noch in der herkömmlichen Bibel zu finden, etwa, wenn wir bei Matthäus lesen, dass Jesus Seine Jünger fragte: "Für wen halten die Leute den Menschensohn?", und die Jünger erwiderten: "Einige für Johannes, den Täufer, andere für Elias, andere für Jeremias oder für einen von den Propheten." Hätte Jesus so fragen können, wenn die Leute von damals nicht an die Wiedergeburt geglaubt hätten? Auch bei der Heilung des Blinden setzte Er dieses Wissen im Grunde genommen ständig voraus, wenn Er gefragt wurde: "War jetzt der Blindgeborene selbst schuld, oder waren es seine Eltern, die verursacht haben, dass er blind geboren wurde?"

Übrigens ging auch kein Geringerer als Hieronymus davon aus, dass zur Zeit Jesu die Lehre von der Wiedergeburt gelehrt wurde und den Menschen bewusst war. Auch der große frühchristliche Lehrer Origenes wusste davon, wurde aber später von der Kirche verketzert, denn man hat die Menschen natürlich sicherer in der Hand, wenn man mit der kirchlichen Drohbotschaft ihnen sagen kann: "Wenn ihr in den 60, 70, 80 Jahren eures Lebens nicht das tut, was wir von euch verlangen, dann kommt ihr ein für allemal in die Hölle."

Das ist gewissermaßen die Vorgeschichte für unsere Zeit, die ein großes Geschenk durch den Gottesgeist erfahren hat, der mit Seinem Offenbarungswerk, vermittelt durch Seine Botschafterin und Prophetin für unsere Zeit, die kosmischen Zusammenhänge von Diesseits und Jenseits und die Zusammenhänge der Wiedergeburt erneut in unser Bewusstsein ruft. Ich darf aus einer Christusoffenbarung aus dem Jahr 1986 zitieren, in der diese Zusammenhänge wie folgt verdichtet wurden:

"Eine Seele kann sich so lange einverleiben und viele Erdenleben im Menschenkleid durchwandern, bis sie durch Selbsterkenntnis und Verwirklichung und durch die Annahme Meiner Erlösertat den geistigen Weg der Läuterung und Reinigung ihres niederen Ichs wandelt und somit das in ihr wirkende Erlöserlicht vergrößert. Jede Seele und jeder Mensch müssen früher oder später in diesem Erdenleben oder in weiteren oder als Seele in den Stätten der Reinigung die Läuterung der Seele vollziehen, um wieder das bewusste Ebenbild des ewigen Vaters zu sein.

Wer sein Leben nicht meistert,
wer sein Wesen nicht veredelt, der fügt zu den alten Ursachen immer wieder neue hinzu, wenn auch in veränderter Art und Weise - je nach den Lebensgewohnheiten der Zeitepoche, in denen sich die Seele wieder inkarniert und dabei das Ungesühnte aus dem Vorleben mitbringt."


Jedes Leben eine neue Chance

Im anschließenden Gespräch und Erfahrungsaustausch zeigte sich, dass viele Menschen die Möglichkeit wiederholter Einverleibungen auf Erden als plausible Erklärung für manches, was ihnen in ihrem Leben widerfuhr, verstehen. Schicksalsschläge sind leichter zu ertragen, wenn man sich bewusst macht, dass es keinen Zufall gibt und dass manches, was auf uns zukommt, in der einen oder anderen Form möglicherweise in Vorexistenzen durch uns selbst verursacht wurde. Gabriele, die an diesem Gespräch teilnahm, wies darauf hin, wie wichtig es ist, dass wir im Alltag immer wieder fragen, "was hinter unseren Gedanken und Worten steht". Sie machte darauf aufmerksam, dass wir uns selbst täuschen und glauben, "wie gut wir doch seien". Erst wenn wir zu uns ehrlich sind und uns fragen, "was will ich überhaupt mit meinem Gespräch?", kommen wir auf die Inhalte unserer Worte und erfahren ganz allmählich, wer wir wirklich sind. Das Gleiche gilt für unsere Gedanken und Empfindungen. So, "wie wir fühlen, empfinden, denken, sprechen und handeln", sieht unsere energetische Form aus, auch "Matrix" genannt, die nicht nur unser jetziges Dasein, sondern auch unser zukünftiges Erdenleben bestimmt.

Vor allem wies Gabriele darauf hin, dass uns Jesus geraten hat, mit unserem Nächsten Zwistigkeiten zu bereinigen, solange wir mit ihm noch auf dieser Erde leben. Christus ruft uns zu, "unseren Nächsten um Vergebung zu bitten für unser Vergehen und dem anderen zu vergeben für das seine, sodass wir im Zeitlichen noch vieles ausgleichen" können.

Die Teilnehmer des Gesprächs erfuhren, dass das Gesetz von Ursache und Wirkung kein Strafgericht ist, sondern im Grunde genommen eine große Gnade, in der die Chance liegt, jeden Tag unser Erdendasein ändern zu können. In den jenseitigen Welten, in die wir nach unserem irdischen Tod gehen, ist es schwerer, zu erkennen und anzunehmen, wer wir als Mensch waren und als Seele immer noch sind. Diese Erkenntnis kann sehr schmerzhaft sein – wenn wir erleben, was wir anderen zugefügt haben und dasselbe an unserem Seelenleib ertragen müssen. Das führt viele Seelen dazu, sich noch einmal einzuverleiben, um eine neue Chance zur Wiedergutmachung und Weiterentwicklung zu nutzen.






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Wer hat die Ozonschicht gekillt?
2. Offener Brief an Papst Benedikt XVI.