Entschädigungen in Millionenhöhe

Die Richter in Kentucky (USA) haben gesprochen: Die Diözese Covington muss Entschädigungsgelder in Höhe von 120 Millionen Dollar (!) an Missbrauchsopfer zahlen - die höchste Summe, zu der ein amerikanisches Gericht jemals ein Bistum verurteilte.

Etwa 100 Opfer von sexueller Gewalt durch Priester und andere kirchliche Mitarbeiter hatten gemeinsam gegen die Diözese geklagt. Eine Untersuchung brachte an die Öffentlickeit, dass sexuelle Verbrechen an Kindern durch Priester in den vergangenen 50 (!) Jahren weit verbreitet waren. Im Newsletter von Radio Vatikan vom 4. Juni 2005 heißt es wörtlich: »Der Bischof von Covington, Roger Foys, betonte in einer Stellungnahme, nach Gesprächen mit über 70 Opfern sei er der Auffassung, dass “keine Geldsumme die Leiden wieder gutmachen kann”, die die missbrauchten Kinder durch-machen mussten.«

Das Geld für die Entschädigunszahlungen soll aus dem Verkauf von Kircheneigentum und Versicherungen zusammenkommen.

Die Diözese in Kentucky ist kein Einzelfall: In Boston sind Opfern kirchlicher Sexualstraftätern 85 Millionen Dollar zugesprochen worden, die katholische Kirche von Orange County in Los Angeles hatte 100 Millionen Dollar für Missbrauchsopfer bereit gestellt.

Ein katholisches Bistum in Neufundland muss alle Kirchen verkaufen, um Opfer von Sexualverbrechen zu entschädigen.


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