»Menschen, esst kein Fleisch!«

Nieder mit den Schlachthöfen!
Menschen, esst kein Fleisch!
Weg mit den Tierghetto-Wärtern!

Am Samstag, den 18.02.2006 fand in München eine Großdemonstration mit über 500 Tierschützern statt. Unter dem Motto »Nieder mit den Schlachthöfen!«, »Menschen, esst kein Fleisch!« und »Weg mit den Tierghetto-Wärtern!« starteten die Tierfreunde um 12 Uhr am Sendlinger–Tor-Platz. Der Demonstrationszug führte über die Blumenstraße, die Frauenstraße und den Isartor-Platz zum Marienplatz.
Dort fand eine große Kundgebung statt.

Hintergrund:
In Deutschland fristen über 166 Mio. »Nutztiere« ein qualvolles Dasein in den Tierghetto-Betrieben!
Knapp 500 Millionen Tiere werden in Deutschland pro Jahr von den Gesellen des Todes (Metzgern) getötet, um als Kadaver auf den Tellern der Menschen zu landen...




D E M O - B E R I C H T

Nach Frankfurt und Stuttgart luden am 18. Februar 2006 die Tierschützer des Universellen Lebens ein nach München zu einer internationalen Demonstration mit dem Thema:

Menschen, esst kein Fleisch!
Weg mit den Tierghettowärtern!
Nieder mit den Schlachthöfen!

Über 500 Tierfreunde von verschiedenen Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aus Italien, Spanien, Kroatien und Slowenien kamen, um gemeinsam für die Tiere auf die Straße zu gehen und damit in unserer Gesellschaft denjenigen eine Stimme zu geben, die sie selbst nicht erheben können.
Ab 11.00 Uhr waren Teilnehmer auf dem Sendlinger-Tor-Platz damit beschäftigt, die Kundgebungsmittel für den Demonstrationszug startklar zu machen, so dass pünktlich um 12.00 Uhr der Aufzug starten konnte. Während sich der Demonstrationszug durch die Blumenstraße, Frauenstraße, am Isartor vorbei durchs Tal auf den Marienplatz fortbewegte, wurden über die mitgeführten Lautsprecher-wagen die Inhalte der Demonstration verbreitet:
„Menschen, esst kein Fleisch! Denn: Fleischessen ist grausam! Fleischessen macht krank! Fleischessen führt zu Umweltschäden! Fleischessen verursacht globales Leid!“

Gewissermaßen zur Bestätigung für die Grausamkeit des Fleischessen ertönte – mitten in der Münchner Innenstadt – im Anschluss ein angsterfülltes Rinderbrüllen, dem die grauen-haften Geräusche der Schlachtung folgten. Diese erzeugten sowohl bei den Teilnehmern der Demonstration als auch bei den Passanten am Straßenrand eine Gänsehaut, da man einmal das zu hören bekam, wovor jeder Fleischesser so gerne die Ohren verschließt: die unfassbare Angst der Tiere und ihre qualvollen Schmerzensschreie.

Vorbereitet durch diese Geräusche, konnte man die im Anschluss verkündeten Forderungen, für die wir eintreten, leicht unterstützen:
„Verbot des mutwilligen Tier-Tötens wie Schlachtung, Jagd und Tierversuchen; Verbot der Nutztierhaltung und Tieraus-beutung; Verbot der Fleischwerbung und Einstufung von Fleisch als Genussmittel, wie Alkohol und Nikotin; Anpassung der Krankenkassenbeiträge für Fleischesser; Verbot von Gülle auf den Feldern; Tierschutzunterricht in Schulen.“

Mit folgender Einladung an die Passanten wurde der vorbereitete Spot abgeschlossen: „Demonstrieren Sie mit, und schließen Sie sich unserem Demonstrationszug an!“

Da sich der Demonstrationszug auf seinem Weg durchs Tal auf den Marienplatz, vor allem ab dem Isartor, ständig vergrößerte, müssen viele der Passanten dieser Aufforderung spontan gefolgt sein.

Auch das zweite Demo-Motto wurde über Lautsprecher verkündet:
„Weg mit den Tierghetto-Wärtern! In Deutschland leben 82,5 Millionen Menschen, demgegenüber wurden über 166 Millionen Nutztiere, also mehr als doppelt so viele, vom Statistischen Bundesamt erfasst, von denen fast alle ein qualvolles Dasein in den Tierghetto-Betrieben fristen.“
Wieder folgten die Schlachtgeräusche, unsere Forderungen und der Aufruf, mitzudemonstrieren.

Das dritte Motto unserer Demonstration wurde ebenfalls durch einen Spot über Lautsprecher verkündet. „Nieder mit den Schlachthöfen!
Knapp 500 Millionen Tiere werden in Deutschland pro Jahr von den Gesellen des Todes, den Metzgern, und den Lusttötern, den Jägern, mutwillig getötet, um als Kadaver auf den Tellern der Menschen zu landen. Das sind ca. 6 Tiere, die ein Fleischesser pro Jahr auf dem Gewissen hat. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 75 Jahren sterben für einen einzigen Kadaveresser 450 Tiere.“


Zwischen den einzelnen Spots wurde der Trauermarsch von Chopin eingespielt, und ein Sprecher trug die Klagen verschiedener Tierarten vor, die den Tierfreunden innerhalb des Demozuges und den Passanten verdeutlichten, wie grausam der Mensch die Tiere behandelt, nur um ein Stückchen Fleisch auf den Teller zu bekommen. Nach einer Stunde traf der Demonstrationszug auf dem Münchner Marienplatz ein, auf dem bereits ein gutbesuchter Infostand aufgebaut war, bei dem man u.a. durch seine Unterschrift die Forderungen unterstützen konnte.
Die Teilnehmer der Demonstration erwartete auch ein Pavillon, an dem sie sich kostenlos mit leckerer vegan-vegetarischer Gulaschsuppe versorgen konnten.
Da nach einer EU-weiten Internetbefragung 89 Prozent der Befragten angaben, sich generell zu wenig über das Thema Nutztierhaltung informiert zu fühlen, begann die Kundgebung auf dem Marienplatz mit einer Schilderung über die Schweinehaltung bis hin zur Schlachtung. Auch die Haltung und Schlachtung von Rindern und Hühnern wurde erklärt und mit Bildmaterial unterlegt. Doch die Tierfreunde demonstrieren nicht nur gegen die Missstände im Umgang mit den Tieren, sondern zeigen auch auf, wie das friedliche Zusammenleben von Mensch, Natur und Tieren funktionieren kann. Dabei wird deutlich, dass Tiere intelligente, fühlende Persönlichkeiten sind, die gerne als Freunde mit den Menschen leben möchten.
Aus ärztlicher Sicht wurden die Gefahren des Fleischverzehrs und die Vorteile der vegetarischen Ernährung plastisch beschrieben. Mit dem Hinweis auf das mitgeführte Großflächenplakat „Ihr Menschen habt uns krank gemacht! Esst ihr jetzt auch unsere Krankheit?“ wurde, aus aktuellem Anlass, auch auf die derzeit grassierende Vogelgrippe eingegangen. Zum Abschluss der Kundgebung überbrachten die Sprecher aus Spanien, Italien, Kroatien und der gesamten englischsprechenden Welt Grußbotschaften an die Tierfreunde.

So endete die Demonstration mit der Gewissheit, dass auf der ganzen Erde Menschen für die Rechte der Tiere kämpfen, damit eine Welt entsteht,
in der Mensch, Natur und Tiere in Frieden miteinander leben.



 



 



 



 



 



 



Viktualienmarkt 



 



Kundgebung auf dem Marienplatz

 



 



 



 



 



 



 



 



 



 



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