Immer mehr Unfälle und Verbrechen

Die Zahl der Pistolen und Gewehre in Privatbesitzsteigt trotz angeblich verschärfter Bestimmungen stetig - die Waffenschränke der Jäger sind prall gefüllt.

Interner Waffenbericht:
Noch nie so viele private Schusswaffen

Ein interner Waffenbericht des Schweriner Innenministeriums belegt, dass in Mecklenburg-Vorpommern noch nie so viele Schusswaffen in Privatbesitz gegeben hat: Mit 75.900 Gewehren und Pistolen lagerten Ende 2004 in diesem Bundesland 1.700 Schusswaffen mehr in heimischen Waffenschränken als noch ein Jahr zuvor. Und seit 1994 hat sich die Zahl der erlaubnispflichtigen Schusswaffen sogar verdoppelt. Laut Ministeriumsbericht gibt es in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen 24.400 legale Waffenbesitzer. Die Hälfte davon sind Jäger.
Doch trotz dieser steigenden Zahlen ist die Waffendichte im Osten immer noch wesentlich geringer als in den alten Bundesländern. (Quelle: SVZ, 29.8.2005)
Jäger hatte 42 Waffen, 23.000 Geschosse, 50.000 Zünder...

Dass Mecklenburg-Vorpommern kein Einzelfall ist, zeigt ein aktueller Vorfall aus Bayern: Anfang August hat dort die Polizei bei einem Jäger aus Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) eine Art private Munitionsfabrik ausgehoben. Im Haus des Jägers und Waffennarren stellten die Beamten 23.000 Geschosse, 13.000 Hülsen und 50.000 Zünder sicher. Außerdem fanden sie knapp 9.000 Patronen scharfer Munition verschiedener Kaliber. Der Mann besaß 42 (!) Waffen legal. (Quelle: BR-online, 8.8.2005)

2004: Über 40 Menschen starben...

... durch Jäger und Jägerwaffen

Durch die Jäger und ihre Waffen kommen nicht nur jährlich 5 Millionen wild lebender Tiere, sondern auch Menschen zu Schaden oder sogar zu Tode. Wer die Medien aufmerksam verfolgt, stellt fest, dass die Gewalttaten mit Waffen, die gerade von Jägern ausgeübt werden, ständig zunehmen. - allein in Deutschland starben im Jahr 2004 mehr als 40 Menschen durch so genannte Jagdunfälle, Straftaten mit Jägerwaffen oder Familientragödien, wo ein Jäger Frau und Kinder erschießt.

Würde die Jagd in Deutschland verboten oder zumindest stark eingeschränkt, könnte nicht nur die Natur aufatmen - und auch viele Menschenleben würden gerettet.


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