Oberhaupt einer der reichsten Organisationen

Die Eltern können diesen Kindern keine Kleidung, keine Schuhe kaufen, ja, sie können ihnen nicht einmal etwas zu essen geben - und ein Zuhause haben sie auch nicht. Der Papst trägt eine goldbestickte Mitra und Schuhe von Prada. Seine Institution ist unglaublich reich. - Was sagen Sie, lieber Leser, dazu?



Wann gibt der superreiche Kirchenkonzern

sein Gold den Bestohlenen zurück?

Der Papst hat in einer großen Rede vor den Diplomaten aus 150 Staaten bei seiner Neujahrsaudienz gepredigt: »Wie können wir nicht an die Millionen Menschen denken, vor allem Frauen und Kinder, die kein Wasser, keine Nahrung, kein Obdach haben? Der Skandal des Hungers, der sich offenbar verschärft, ist inakzeptabel in einer Welt, die genug Güter, Wissen und Mittel hätte, um dem ein Ende zu setzen. Wir sollten unsere Lebenweise ändern... Ich rufe erneut die Verantwortlichen der reicheren Nationen dazu auf, das Nötige zu tun, damit die ärmeren Länder ... von den Früchten der Güter profitieren können, die ihnen gehören.«
Sind solche Reden nicht inakzeptabel, wenn jemand sie schwingt, der das Oberhaupt einer der reichsten Organisationen auf diesem Planeten ist? Während er vom Hunger der Welt spricht, wird zu Weihnachten ein extra für ihn geschossenes Rehlein aus Deutschland eingeflogen, das er dann genüsslich verzehrt.


Würde der Papst in der wahren Nachfolge des Jesus von Nazareth stehen, müsste er dann nicht sagen: »Liebe Diplomaten, kann ich von euch fordern, was ich nicht selber tue? Nein. Deshalb sage ich euch: Ich kann die Armut auf dieser Welt nicht mehr mit ansehen ohne zu handeln. Wir sind in einigen Ländern der größte private Grundbesitzer, besitzen Milliarden über Milliarden an Beteiligungen, Aktien und Gold. Wir besitzen eine immense Anzahl an Immobilien, allein in Rom gehört uns fast die halbe Stadt. Ich muss gestehen, wir haben - leider meist nicht auf redliche Art und Weise - unschätzbare Reichtümer angehäuft. Wir werden mit diesem Reichtum ab sofort die Hungrigen sättigen. Ich möchte, dass der Reichtum des Vatikans den Armen zugute kommt. Ich werde veranlassen, dass mit diesem Geld Schulen gebaut, Brunnen gebohrt und Ländereien an die Armen verteilt werden. Keiner muss dafür katholisch werden, denn wir haben diesen Reichtum meist durch Völkermord, Inquisition, Fälschungen und Betrügereien ergaunert. Lobt mich also nicht dafür, ich gebe den armen Ländern nur zurück, was ihnen gehört.«

Wenn aber der Papst solche Worte nicht spricht, dann lieber Leser, denken Sie an den Titel unserer Zeitung: »DENK MIT - und handle«. Das tun übrigens jeden Tag 1000 andere Menschen auch. Immer mehr Menschen wollen von einer solchen Kirche - die sich katholisch nennen kann, aber niemals christlich - nichts mehr wissen und treten aus. Mit den gesparten Kirchensteuern richten sie vielleicht freiwillig eine Spende an eine Initiative, bei der sie wissen, dass damit wirklich etwas Gutes getan wird.


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Denk Mit Nr. 23 Jan./Feb. 07
Gott warnte /vor/ Stoiber und Kirchen