Klimakonferenz in München

Für das Salz in der Suppe des »Zweiten bayerischen Klimagipfels«, zu dem die Bayerische Staatsregierung die beiden Großkirchen eingeladen hatte, sorgte eine Gruppe von Flugblattverteilern, nach eigener Auskunft »Freie Christen für den Christus der Bergpredigt«. Unter der Überschrift »Gott warnte vor Stoiber und Kirchen« (man beachte die Kursivschreibung) wiesen sie darauf hin, dass Kirchen und Staatsregierung mit ihren verbalen Anstrengungen für den Klimaschutz reichlich spät dran seien: »Wo waren in den vergangenen 30 Jahren die Stellungnahmen der Kirchen und der von ihnen inspirierten bayerischen Staatsregierung Edmund Stoibers zur ,Bewahrung der Schöpfung'?«

Politiker und Kirchenfunktionäre in trauter Eintracht am 11. Januar beim »Zweiten bayerischer Klimagipfel« in München. Von links: Umweltminister Schnappauf, Bischof Friedrich, Ministerpräsident Edmund Stoiber und Kardinal Wetter



Vor seinem Abgang als bayerischer Ministerpräsident erwarb sich Edmund Stoiber noch schnell einige Aktien an der kirchlichen Himmels-Börse: Er holte die beiden Großkirchen mit ins Boot seiner »Klima-Allianz«. Wenn er sich da mal nicht verzockt hat. Denn besonders hochseetauglich sieht das Schiff nicht aus ...

Dieser Meinung waren offenbar auch die Journalisten, die das Ereignis »Klimagipfel« (11.1.07), ebenso wie das katholische Klimapapier vom Herbst 2006, kaum beachteten. So feierten sich die 300 geladenen Gäste, zu 95 Prozent Kirchenvertreter und Beamte, eben selbst und lobten sich gegenseitig.

Kritische Stimmen wie die der Landtags-Grünen, die in der verabschiedeten Erklärung »konkrete Ziele und Maßnahmen« vermissten, waren unerwünscht und wurden erst gar nicht eingeladen.

Selbst eingeladen hatten sich aber einige Flugblatt-Verteiler von den Freien Christen für den Christus der Bergpredigt. Ihr Handzettel mit der Überschrift »Gott warnte vor Stoiber und Kirchen« fand angesichts der zu erwartenden eher langweiligen Pflichtübung (Stoiber kam über eine Stunde zu spät) reißenden Absatz.

Kritische Flugblätter: Reißender Absatz

Als die Prominenz eintraf, verteilten die Freien Christen zudem einige Exemplare des auf dem Handzettel vorgestellten Buches »Der Schattenwelt neue Kleider«.

Die in diesem Buch vorgestellte Analyse der sich in den letzten Monaten häufenden hektischen »Klimaschutz«-Aktivitäten der Kirche wurde auf dem »Gipfel« voll bestätigt: Wortgeflimmer, vollmundige Absichtserklärungen und halbherziges Kurieren an Symptomen (z.B. Energiesparen in kirchlichen Bildungshäusern) tritt an die Stelle eines wirklichen Bewusstseinswandels zugunsten der geschundenen Mutter Erde. Nur ein Beispiel: Das grauenvolle Schicksal der Tiere auf unserem Planeten wurde wieder einmal mit keinem Wort erwähnt. Den Gipfel der Scheinheiligkeit aber erklomm Kardinal Wetter, der in wahrhaft päpstlicher Manier die Schuld an der Klimakatastrophe kurzerhand den »Ungläubigen« in die Schuhe schob: »Dieser Umgang mit der Natur, als ob es Gott nicht gäbe, ist wohl die tiefste Wurzel des menschlichen Fehlverhaltens im Umgang mit der Schöpfung.« Die eigene Schuld der Kirchen an der Herausbildung unserer lebensfeindlichen Zivilisation kam selbstredend nicht zur Sprache. Die Kirchen waren es schließlich, die Gott von der Natur abtrennten und ihn über Jahrhunderte als strafenden Wüterich präsentierten.
Sich der eigenen Vergangenheit nicht zu stellen, mag katholisch oder lutherisch sein - christlich ist es sicher nicht.

Das Buch zum Thema:

Der Schattenwelt neue Kleider - Die Inquisition der Jetztzeit
Klimawandel: Gott hat rechtzeitig gewarnt


€ 8,90
Verlag Das Wort GmbH
Max-Braun-Str. 2
97828 Marktheidenfeld
Tel. 09391/504-135
www.das-wort.com

»Klimagipfel« in München: Kirchenfunktionäre und CSU-Politiker machen gemeinsame Sache - von links: Kardinal Wetter, Ministerpräsident Edmund Stoiber, Bischof Friedrich, Umweltminister Schnappauf. Doch wo waren die Stellungnahmen der Kirchen und der von ihnen inspirierten bayerischen Staatsregierung Edmund Stoibers zur ,Bewahrung der Schöpfung' in den vergangenen 30 Jahren?



Kritische Flugblätter: Reißender Absatz

Als die Prominenz eintraf, verteilten die Freien Christen zudem einige Exemplare des auf dem Handzettel vorgestellten Buches »Der Schattenwelt neue Kleider«.

Die in diesem Buch vorgestellte Analyse der sich in den letzten Monaten häufenden hektischen »Klimaschutz«-Aktivitäten der Kirche wurde auf dem »Gipfel« voll bestätigt: Wortgeflimmer, vollmundige Absichtserklärungen und halbherziges Kurieren an Symptomen (z.B. Energiesparen in kirchlichen Bildungshäusern) tritt an die Stelle eines wirklichen Bewusstseinswandels zugunsten der geschundenen Mutter Erde. Nur ein Beispiel: Das grauenvolle Schicksal der Tiere auf unserem Planeten wurde wieder einmal mit keinem Wort erwähnt. Den Gipfel der Scheinheiligkeit aber erklomm Kardinal Wetter, der in wahrhaft päpstlicher Manier die Schuld an der Klimakatastrophe kurzerhand den »Ungläubigen« in die Schuhe schob: »Dieser Umgang mit der Natur, als ob es Gott nicht gäbe, ist wohl die tiefste Wurzel des menschlichen Fehlverhaltens im Umgang mit der Schöpfung.« Die eigene Schuld der Kirchen an der Herausbildung unserer lebensfeindlichen Zivilisation kam selbstredend nicht zur Sprache. Die Kirchen waren es schließlich, die Gott von der Natur abtrennten und ihn über Jahrhunderte als strafenden Wüterich präsentierten.
Sich der eigenen Vergangenheit nicht zu stellen, mag katholisch oder lutherisch sein - christlich ist es sicher nicht.

Das Buch zum Thema:
Der Schattenwelt neue Kleider - Die Inquisition der Jetztzeit
Klimawandel: Gott hat rechtzeitig gewarnt
€ 8,90
Verlag Das Wort GmbH
Max-Braun-Str. 2
97828 Marktheidenfeld
Tel. 09391/504-135
www.das-wort.com

Flugblatt, das in München verteilt wurde

zur Vergrößerungsansicht anklicken 



Rückseite des Flyers zur Vergrößerung anklicken




Druckbare Version


Papst: Kein Mitleid mit den Armen?
Wetter dankt Stoiber für Verfassungsbruch