Früher war Holtzbrinck als Unternehmen bekannt, das eher unauffällig und ohne Skandale seine Machtposition im Medienbereich ausbaute. Nur wenige Jahre nachdem sich der Führer des Konzerns, Dieter von Holtzbrinck (65), aufs Altenteil zurückgezogen hat, macht sein Nachfolger, sein 22 Jahre jüngerer Halbbruder Stefan von Holtzbrinck, dadurch Schlagzeilen, dass er unbescholtene Bürger wegen ihres Glaubens verunglimpfen lässt. Stefan von Holtzbrinck beschäftigt in seiner Provinzzeitung MAIN POST einen Redakteur, dessen Aufgabe es ist, ständig und regelmäßig gegen eine religiöse Minderheit zu hetzen. Um Dieter von Holtzbrinck, der abgeschottet von der Umwelt in seiner Villa im Stuttgarter Ortsteil Degerloch lebt, ist es seither ruhiger geworden.
Im Stil und in der Art, Menschen wegen ihres Glaubens zu diskriminieren, erinnert die Hetzkampagne Holtzbrincks stark an das Vorbild der beiden Amtskirchen. Deren Führer geben sich öffentlich als Moralapostel. Um von den Verbrechen ihrer Institutionen abzulenken, beschäftigen sie in den eigenen Reihen Menschen, die Andersgläubige mit Schmutz bewerfen. Das Charakterbild dieser »Verleumdungsbeauftragten« orientiert sich am Vorbild der mittelalterlichen Inquisition. Beobachter des Holtzbrinck-Konzerns werfen dem jetzigen Führer vor, es gehe nur um Profit um jeden Preis. Das zeige neben der Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen der katholischen Kirche auch die Tatsache, dass jeder Hetzartikel des Holtzbrinck-Beauftragten auch im Verleumdungsnetzwerk des bayerischen lutherischen Landesbischofs Friedrich verbreitet werde.
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