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Die Hohn- und Spott-Kandidaten |
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Beim katholischen Weltjugendtag fanden sich - wie schon zuvor beim evangelischen Kirchentag in Hannover - hochrangige Politiker ein: Nicht nur Bun- despräsident Horst Köhler, der am Montag bei der Eröffnung des Kirchentags sprach, Herrn Ratzinger bei seiner Ankunft am Donnerstag begrüßte und sich mit ihm am Freitag zum Mittagessen traf. Auch Schröder & Co machten sich auf zur Wa(h)llfahrt nach Köln, um sich vor der Bundestagswahl vor medienwirksamer Kulisse zu präsentieren und sich Benedikts Segen zu holen. Bundeskanzler Gerhard Schröder und CDU-Kanzlerkandidatin Angela Merkel pilgerten gar zu einer Audienz mit Herrn Ratzinger.
Auch Bundestagspräsident Wolfgang Tierse, Bundesinnenminister Otto Schily und NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers fanden sich auf dem Kirchentag ein. Jürgen Rüttgers Landesregierung zahlte schließlich 3 Millionen Euro für den Kirchentag. Schily war sogar mit 7 Millionen Euro aus dem Steuertopf des Bundes dabei und sein Innenministerium kümmerte sich um die Sicherheitsvorkehrungen wie Straßensperren, Polizeischutz und Hubschrauber... Lob bekam Herr Ratzinger auch von Gregor Gysi, dem Spitzenkandidaten der Linkspartei, in BILD am Sonntag.
Ob nun der Vatikan die Regierenden zu seinen Zwecken missbraucht oder die Politiker versuchen, das Spektakel auf ihre Mühlen zu lenken, bleibt dahin gestellt - vielleicht wäscht auch »eine Hand die andere«. Hohn und Spott brachten die Kandidaten der Wa(h)llfahrt allerdings über Jesus, den Christus: Jesus hat niemals eine Kirche gegründet, er hat keine Priester eingesetzt und schon gar keinen »Stellvertreter Gottes«.
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Privataudienz bei Ratzinger |
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»Egal, ob der Kanzler oder seine Herausforderin die Bundestagswahl gewinnt - für Krisenzeiten haben Gerhard Schröder (SPD) und Angela Merkel (CDU) seit diesem Wochenende ein ganz besonderes Utensil im Nachttisch: einen Rosenkranz, persönlich überreicht von Papst Benedikt XVI.!« (BamS, 21.08.2005) - Vermutlich werden sowohl Herr Schröder als auch Frau Merkel als Protestanten nicht den Rosenkranz beten. Dennoch schrieb die CDU-Kanzlerkandidatin in BILD am Sonntag (21.8.05): »Die Begegnung mit dem Papst hat uns tief berührt«. Frau Merkel kam zwar entgegen der Vorschrift ohne schwarzen Schleier, versprach aber dafür dem Papst, im Falle einer Regierungsübernahme christliche Politik zu betreiben (Süddeutsche, 21.8.05).
- Ob Angela Merkel weiß, was aus der Sicht des Vatikan »christliche Politik« bedeutet? »Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig« (Neuner-Roos Nr. 430). Der Vatikanstaat ist folgerichtig bis heute eine absolute Monarchie, eine Diktatur. Der »unfehlbare« Papst Leo XIII. (1878-1903) erklärte 100 Jahre nach der Französischen Revolution, »dass es niemand erlaubt ist, die Gedankenfreiheit, Pressefreiheit, Lehrfreiheit, sowie die unterschiedslose Religionsfreiheit zu fordern, zu verteidigen, zu gewähren«...
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Hohn und Spott über Jesus, den Christus: |
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Jedes Jahr 14 Milliarden zusätzlich zu den Kirchensteuern: Der Reiter, die Kirche, reitet das Ross, den Staat, weiter in den Ruin... |
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Köhler und Merkel: »Heiliger Vater...« |
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Die Protestanten Köhler und Merkel sprachen Herrn Ratzinger mit »Heiliger Vater« an
Bundespräsident Köhler und Kanzlerkandidatin Angela Merkel sprachen Herrn Ratzinger mit »Heiliger Vater« an - damit haben sie Hohn und Spott über Jesus ausgegossen, der sagte: »Ihr sollt euch nicht Vater nennen lassen, nur einer ist euer Vater, der im Himmel.«
Bundespräsident Köhler begrüßte Herrn Ratzinger auf dem Flughafen: »Heiliger Vater, willkommen in der Heimat, willkommen in Deutschland...«
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Luther: Der Papst ist der Teufel |
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Die Protestanten Köhler und Schröder kennen offenbar die Lehre ihres Religionsgründers Martin Luther nicht: Für Martin Luther ist das päpstliche Rom die »rote Hure von Babylon«, die »Mutter der Unreinheit«, »das Tier« der Apokalypse. Die Päpste werden bezeichnet als Feinde Gottes, Widersacher Christi, unvernünftige Narren, Statthalter des Teufels. (R. BÄUMER, Martin Luther und der Papst) Bundespräsident Köhler und Kanzlerkandidatin Merkel sprachen Herrn Ratzinger sogar mit »Heiliger Vater« an... Jesus lehrte: »Ihr sollt euch nicht Vater nennen lassen, nur einer ist euer Vater, der im Himmel.«
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Luther: »Der Teufel wirket durch den Papst« |
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GRÜNE: »Wir sind Papst...« |
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Auch die Grünen wollen auf der »Wir sind Papst«-Welle mitschwimmen
Eigentlich wollten sich die Parteien während des Weltjugendtages des Wahlkampfes in der Kölner Innenstadt enthalten. Die Grünen waren trotzdem die ganze Zeit mit ihrem Stand vertreten - mit Bundesprominenz, versteht sich. »Wir wollen die Weltjugendtagsbesucher hier auch mitnehmen«, sagte die Dame am Stand. Zu diesem Zweck verteilte die Partei einen eigenen Prospekt: »Wir sind Papst«. Natürlich sei man für die Trennung von Staat und Kirche, erfahren wir auf Nachfrage. Ob sich die Grünen dann auch dafür einsetzen, dass die Kirchen nicht mehr mit über 14 Milliarden Euro aus allgemeinen Steuergeldern finanziert werden? Davon wisse man nichts. »Es kann doch nicht angehen, dass wir als Kirchenaussteiger mit unseren Steuern das Gehalt von Kardinal Meisner bezahlen müssen!«, protestieren wir. Naja, darüber müsse man reden... Die Kirche solle toleranter sein: »Wir bedauern, dass es in der letzten Zeit intolerante Äußerungen auch aus den christlichen Kirchen gegeben hat«, ist in dem Prospekt »Wir sind Papst« zu lesen. Die Kirche soll halt netter sein zu Homosexuellen und Frauen, die abtreiben. - Was die grüne Partei dabei offenbar völlig ausblendet (oder vielleicht ganz einfach gar nicht weiß, weil niemand den Katechismus liest): Mit diesen Aussagen droht bereits ewige Verdammnis! Zweifel an der Kirche ist eine Todsünde! (siehe Ewige Verdammnis )
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GRÜNE Prominenz während des kath. Weltjugendtages in der Kölner Innenstadt |
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Druckbare Version
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Briefe an Politiker Brief an Bundeskanzler Schröder
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